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Zurück zur Übersicht Presseinformationen16.07.2012 - In Baden-Württemberg bleibt preisgünstiger Wohnraum knapp

Die soziale Absicherung des Wohnens ist eine der Kernaufgaben kommunaler Wohnungsunternehmen
Karlsruhe, 16.07.2012. In den baden-württembergischen Großstädten verschärfen sich die Engpässe zusehends. Dies ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie, die im Auftrag der L-Bank erstellt wurde. Dr. Karl Epple, Mitglied des Vorstands der L-Bank, erläutert: „Die soziale Absicherung des Wohnens ist weiterhin von herausragender Bedeutung. Die aktuell vorliegende Studie enthält Anregungen, mit welchen Konzepten die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften und Städte dieser Herausforderung begegnen können.“
Die soziale Verpflichtung gehört zu den traditionellen Zielen der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften. Sie verfügen über Wohnungsbestände, die die Versorgung einkommensschwacher Haushalte ermöglichen. Die im Rahmen der Studie durchgeführte Befragung von Geschäftsführern der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften und Verantwortlichen für das Wohnungswesen in den sieben größten Städten Baden-Württembergs, Freiburg im Breisgau, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Mannheim, Stuttgart und Ulm, ergibt mehrere Gründe für die Verknappung preisgünstigen Wohnraums. Umfassende baurechtliche und energetische Vorgaben führen dazu, dass sich Baumaßnahmen für preisgebundene Wohnungen oftmals an der Wirtschaftlichkeitsgrenze bewegen. Insbesondere für Investitionen in den Neubau preisgebundener Wohnungen fehlen den Unternehmen deshalb oftmals die Anreize. Ein ausreichendes Angebot preisgünstiger und bedarfsgerechter Wohnungen, so die L-Bank Studie, muss daher vorrangig im Bestand geschaffen werden.
Die hierzu erforderlichen Sanierungskonzepte der Wohnungsbaugesellschaften beruhen auf einem vorausschauenden Portfoliomanagement und orientieren sich am Alter der Bestände, an Lagekriterien und der zukünftigen Nachfrage. Durch bedarfsgerechte Sanierungsziele erreichen die Unternehmen, dass die Mieten auch nach dem Auslaufen von Preisbindungen günstig bleiben. So werden beispielsweise durch den Verzicht auf umfassende Sanierungen die bestehenden Strukturen eines Quartiers in ihrer Gesamtheit nicht gefährdet und sozial ausgewogene Nachbarschaften erhalten.
Die Wohnungsbaugesellschaften können sich allerdings nicht nur ausschließlich auf die Bereitstellung preiswerter Wohnungen konzentrieren. Denn dieser Weg könnte mittelfristig zu einer Gefährdung ihrer finanziellen Basis führen. „Ein solides ökonomisches Wirtschaften stellt für die Unternehmen die wesentliche Voraussetzung dar, um die von der Politik gesetzten sozialen und ökologischen Ziele zu erreichen“, fasst Dr. Karl Epple eine zentrale Aussage der Studie zusammen.
Die vollständigen Ergebnisse der Wohnungsmarktbeobachtung 2011 werden am 16. Juli 2012 von der L-Bank veröffentlicht. Die jährlich erscheinende Publikation zur Entwicklung des Wohnungsmarktes in Baden-Württemberg betreut das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim. Sie gibt einen aktuellen und regional differenzierten Überblick über Tendenzen bei Angebot und Nachfrage. Beleuchtet werden neben kurzfristigen zyklischen Effekten auch die längerfristigen demografischen Perspektiven, die regional sehr unterschiedlich ausfallen.
Mehr Informationen und die Studie zum Download unter:
www.l-bank.de/wohnungsmarkt
Die Wohnraumförderung der L-Bank
Die L-Bank fördert den Bau, den Erwerb und die Modernisierung von Wohnraum in Baden-Württemberg mit zinsgünstigen Krediten. Schwerpunkt ist die Finanzierung von Wohneigentum für Familien. Darüber hinaus steht der Ausbau des Angebots bezahlbarer Mietwohnungen im Vordergrund ihrer Arbeit. Im Jahr 2011 hat die L-Bank in der Wohnraumförderung Finanzierungen in Höhe von über einer Milliarde Euro zugesagt. Ein echtes Highlight in der Entwicklung des ersten Halbjahres 2012 sind die neuen Energieeffizienzprogramme. Seit dem 1. April 2012 unterstützt die L-Bank gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und in Zusammenarbeit mit der KfW-Bankengruppe die Errichtung von besonders effizienten Neubauten sowie die energetische Sanierung von bestehenden Wohngebäuden mit den neuen Förderprogrammen Energieeffizienzfinanzierung – Bauen und Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren.
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