29.10.2017 - Neuer Deutscher Jazzpreis Mannheim 2018

L-Bank Bandpreis in Höhe von 10.000 Euro | Kurator Wallace Roney | Deutschlands einziger Publikumspreis für professionelle Bands (Bewerbungen bis zum 10.11.2017) | Neuer Deutscher Kompositionspreis in Höhe von 2.000 Euro (Bewerbungen bis zum 30.11.2017)

Im Jahr 2018 vergibt die IG Jazz Rhein-Neckar e.V. in Kooperation mit der Alten Feuerwache Mannheim gGmbH bereits zum dreizehnten Mal den Neuen Deutschen Jazzpreis. Es ist mit 10.000.- Euro der höchstdotierte Bandpreis für professionelle Jazzbands und der einzige Publikumspreis der deutschen Jazzszene. Das Festivalwochenende findet am 23. und 24. März 2018 in der Alten Feuerwache Mannheim statt.

Als Kurator konnten wir Wallace Roney gewinnen. Am 23.03.2018 wird er mit seinem Quintett zu hören sein. Wallace Mentor war Miles Davis, nachdem dieser ihn 1983 bei seiner Geburtstagsgala in der Carnegie Hall gehört hatte. Die Zusammenarbeit mit Davis schulte ihn als Melodiker und offenbarte ihm den Weg, die höchste Kreativität in der Musik anzustreben und diese kompromisslos voran zu treiben. Heute steht Wallace für Melodienreichtum mit harmonischer Komplexität, stimmungsreiche Solos und unablässigen rhythmischen Schwung – geprägt vom individuellen Geiste Miles Davis, ohne diesen jedoch zu imitieren.

Als neues Element im Rahmen des Festivals gibt es ab 2017 den Neuen Deutschen Kompositionspreis. Ermöglicht wird der Kompositionspreis durch die Förderung der Firma MST agion Funktionelle Oberflächentechnik. Auch hier entscheidet am Ende das Publikum. Der Neue Deutsche Kompositionspreis ist kein Arrangement-Preis, gewünscht ist eine Jazz-Komposition für die von der IG JAZZ festgelegte Besetzung: Trompete, Flügelhorn oder Ventilposaune; Alt- oder Sopransaxophon; Violone; A- oder E-Gitarre; Kontra- oder E-Bass. Die Wettbewerbskompositionen werden von der von IG JAZZ Mitglied Johannes Stange zusammengestellten Band zur Eröffnung präsentiert und das Publikum stimmt direkt danach über die Gewinnerkomposition ab. Die Wettbewerbskonzerte der drei vorausgewählten Bands und die Publikumsabstimmung über die Preisträger finden am Samstag, den 24.03.2018 statt.

Hauptsponsor des Bandpreises ist seit 2015 die L-Bank. Eingebettet in deren Engagement für die heimische Jazz-Szene, wird die Förderbank des Landes Baden-Württemberg die Ausrichtung des Neuen Deutschen Jazzpreises auch 2018 unterstützen.

Ausgeschrieben und organisiert wird der Neue Deutsche Jazzpreis von der IG-Jazz Rhein-Neckar e.V., die sich seit über 25 Jahren für die Förderung des Jazz einsetzt. Für die passende Gestaltung vom Plakat bis zur Facebook-Seite sorgt die Mannheimer Kommunikationsagentur Signum communication.

Eine Jury wählt aus den meist über 200 Bewerberbands in einer anonymisierten Anhörsession zehn Bands aus. Der jährlich wechselnde Kurator – immer ein international anerkannter Jazzmusiker – bestimmt aus dieser Vorauswahl drei Bands, die in Mannheim auftreten werden. Das dort anwesende Publikum entscheidet direkt nach den Konzerten mit Stimmzetteln, wer der Gewinner des mit 10.000.- Euro dotierten Bandpreises und des mit 1.000.- Euro dotierten Solistenpreises sein soll. Auch beim neuen Kompositionspreis trifft eine Vorjury eine Vorauswahl und der Kurator wählt die drei Komponisten aus, die den Kompositionsauftrag erhalten. Die bisherigen Kuratoren waren Alexander von Schlippenbach, Wolfgang Muthspiel, Jasper van’t Hof, Joachim Kühn, Kenny Wheeler, Bojan Z., Django Bates, Louis Sclavis, Tomasz Stanko, Kenny Garrett, Jacky Terrasson und Norma Winstone.

Die künstlerische Qualität der bisherigen Gewinner spricht für das außerordentlich hohe Niveau des Neuen Deutschen Jazzpreises, das nicht zuletzt auch von den Kuratoren immer wieder hervorgehoben wurde:

Gewinner des Bandpreises:                                                    
  • 2017: Tamara Lukasheva Quartett                                          
  • 2016: Bastian Jütte Quartet                                                    
  • 2015: Filippa Gojo Quartett                                                     
  • 2014: Sternal & Valk und Tria Lingvo                                     
  • 2013: Max Andrzejewski‘ s HU¨TTE                                       
  • 2012: Schneeweiss & Rosenrot  
  • 2011: [em]                                                              
  • 2010: Tim Allhoff Trio                                                             
  • 2009: Frederik Köster Quartett                                              
  • 2008: Klima Kalima                                                                 
  • 2007: Johannes Enders Quartett                                           
  • 2006: Der Rote Bereich                                                          
Gewinner des Solistenpreises
  • 2017: Tamara Lukasheva
  • 2016: Rainer Böhm
  • 2015: Filippa Gojo
  • 2014: Claudius Valk
  • 2013: Max Andrzejewski 
  • 2012: Lizzy Scharnofske                                       
  • 2011: Michael Wollny
  • 2010: Bodek Janke
  • 2009: Frederik Köster
  • 2008: Olli Steidle
  • 2007: Henning Sieverts & Johannes Enders
  • 2006: Michael Griener

Gewinner des Neuen Deutschen Kompositionspreis 2017: Nicolai Pfisterer