19.11.2018 - Richtfest im Technologiepark Mannheim

L-Bank investiert mehr als neun Millionen Euro in erstes Gebäude | Rund 6.500 Quadratmeter Fläche und 240 Arbeitsplätze
Finanzministerin Edith Sitzmann: „Als neues Zentrum der Medizintechnologie bietet der Technologiepark optimale Voraussetzungen, die Ideen zu den Patientinnen und Patienten zu bringen.“

Mannheim, 19. November 2018. Viel Platz für große Ideen – unter diesem Motto wurde heute (19.11.2018) in Mannheim knapp acht Monate nach Baubeginn das Richtfest für das erste Gebäude des 2016 gegründeten Technologieparks Mannheim (TPMA) gefeiert. Für die Verwaltungsratsvorsitzende der L-Bank, Finanzministerin Edith Sitzmann, ist der neue Technologiepark ein hervorragender Ausgangspunkt für zukunftsweisende Unternehmen aus der Metropolregion Rhein-Neckar und er zeigt, wie moderne Standortpolitik aussieht. „Baden-Württemberg ist ein exzellenter Standort für die Gesundheitswirtschaft. Der Wandel beispielsweise mit der Digitalisierung und der demografischen Entwicklung bietet große Chancen. Für die Medizintechnologie wollen wir diese mit dem Technologiepark Mannheim ergreifen“, sagte sie. „Nirgendwo sonst in Deutschland und Europa werden Unternehmen, Kliniken, Forscherinnen und Forscher so systematisch und zielgerichtet zusammengeführt. Dieses neue Zentrum der Medizintechnologie wird Ausgründungen aus den Hochschulen voranbringen. Der Technologiepark bietet die optimalen Voraussetzungen, die Ideen zu den Patientinnen und Patienten zu bringen.“

Bevor aber die Unternehmen nach der für Ende Mai 2019 geplanten Fertigstellung in das TPMA1 genannte Gebäude mit seinen rund 6.500 Quadratmetern auf vier Geschossflächen einziehen können, gab Dipl.-Ing. Florian Räsener von der Mannheimer Softronic Haustechnik und Holzbau dem künftigen Bauwerk, der alten Bautradition folgend, mit Gunst und Verlaub seinen zünftigen Segen mit auf den Weg.

Der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz begrüßte den Neubau als wichtiges Signal für die nachhaltige Wirtschaftsförderung in der Region. „Mit dem MMT-Campus der Stadt Mannheim werden hervorragende Voraussetzungen geschaffen, um hier am Standort Medizinprodukte effizienter und schneller zu entwickeln als andernorts. Die Gestaltung der nächsten Ausbaustufe des MMT-Campus mit weiteren Gebäuden von medizinischer Fakultät und Investoren hat bereits begonnen. Mein Dank gilt heute dem Land Baden Württemberg und der L-Bank, deren Investitionen den Auftakt und einen zentralen Baustein der Gesamtentwicklung des MMT-Campus bilden.“

Das Management des Parks liegt bei der Technologiepark Mannheim GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der L-Bank. Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank, betonte, dass die TPMA GmbH neben der Funktion als Investor auch die Aufgabe der Entwicklung und Realisierung sowie den laufenden Betrieb und die Vermarktung übernommen hat. „Mit der Bereitstellung einer maßgeschneiderten Infrastruktur für forschungsintensive und technologieorientierte Unternehmen aus den Bereichen Medizin und Life Science unterstützten wir die Landesregierung, diesen Technologie-Cluster hier in der Region weiter zu stärken. Wir freuen uns, mit der Investition von mehr als neun Millionen Euro einen Beitrag zur Schaffung von 240 qualifizierten Arbeitsplätzen leisten zu können.“

Dabei ist das TPMA1 das erste von drei Gebäuden, die neben dem von der Stadt Mannheim gebauten CUBEX ONE in den nächsten Jahren mit Mitteln der L-Bank auf dem Areal errichtet werden. Das Investitionsvolumen des Förderinstituts des Landes für die drei TPMA-Gebäude mit insgesamt 20.000 Quadratmetern Geschossfläche wird sich auf rund 40 Millionen Euro belaufen.

Derzeit laufen bereits weitgeführte Mietvertragsverhandlungen mit sechs Unternehmen über die gesamte zur Verfügung stehende Fläche des TPMA1. Nawrath: „Dass das TPMA1 schon mehr als ein halbes Jahr vor der Bezugsfertigkeit so gut wie vermietet ist, zeigt, dass das Konzept aufgeht und richtig ist.“ Den Mietern werden Räumlichkeiten mit frei konfigurierbaren Zuschnitten zur multifunktionalen Nutzung zur Verfügung gestellt, zum Beispiel als Büro, Labor oder Werkstatt. Auch die TPMA GmbH selbst plant, in das Gebäude einzuziehen und so für ihre Mieter auch jederzeit vor Ort als persönliche Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen.

Mit seinem Campus-Konzept setzt der TPMA die Aktivitäten der L-Bank-Standortentwicklung weiter fort. Wie in den bereits existierenden Technologieparks in den Uni-Städten Karlsruhe, Stuttgart, Tübingen und Reutlingen erfolgreich umgesetzt, wird durch die gezielte Ansiedlung in direkter Nachbarschaft von Hochschulen und Forschungseinrichtungen der enge Austausch von Wissenschaft und Wirtschaft sowie der Wissens- und Technologietransfer konsequent gefördert. Jeder Park setzt dabei unterschiedliche Schwerpunkte und nutzt die jeweiligen Stärken der Region. Inzwischen haben sich in den Parks 265 Unternehmen angesiedelt. Sie beschäftigen mehr als 10.000 Mitarbeiter. Auch für Freiburg ist eine Neugründung geplant.

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