Neue Energien – Energie vom Land

  • Förderung der Produktion von Energie auf Basis erneuerbarer Energieträger
  • Finanzierung durch zinsvergünstigte Darlehen

Kleine und mittlere Unternehmen, die in Baden-Württemberg Energie auf Basis erneuerbarer Energieträger produzieren, können ihre Investitionen mit zinsvergünstigten Darlehen finanzieren.

Aktuelle Änderungen

Änderungen zum 01.01.2018

Senkung der Bereitstellungsprovision von 3,0 % p.a. auf 1,8 % p.a. für Neuzusagen

Änderungen zum 01.07.2017

Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat kurzfristig zum 01.04.2017 die beiden Varianten ihres Programms Neue Energien umgestellt. Die Programme der LR sind Basis für die Programme der L-Bank. Die L-Bank hat nun zum 01.07.2017 diese Änderungen in ihren Programmen ebenfalls umgesetzt.

  • Umstellung der beihilferechtlichen Grundlage: De-minimis-Beihilfen statt KMU-Beihilfen gemäß AGVO
  • Zusammenlegung der Windkraftförderung in einem Programm: Windkraftanlagen von Landwirten und agrarwirtschaftlichen Unternehmen werden nun in Neue Energien – Windenergie gefördert zu LR-Basiskonditionen (bisher Förderung im Programm Neue Energien – Energie vom Land zu LR-Top-Konditionen)
  • Zusätzliche förderfähige Vorhaben: Investitionen in Speicherung und Verteilung der erzeugten Stroms, Nahwärmenetze, tätige Beteiligungen an Bioenergieproduzenten

Änderungen zum 01.04.2017

Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat zum 01.04.2017 in ihrem Programm einen Förderzuschuss eingeführt. Die L-Bank bietet seit 01.04.2017 diese Fördermöglichkeit ebenfalls an. Der Förderzuschuss ist in der aktuellen Niedrigzinsphase als Ergänzung zur Zinsverbilligung zu verstehen.

Ob ein Förderzuschuss gewährt werden kann und wie hoch er ist, hängt vom aktuellen Zinsniveau im jeweiligen Laufzeitenbereich ab. Die Förderzuschüsse sind für die einzelnen Laufzeitvarianten in der aktuellen Konditionenübersicht ausgewiesen.

Mehr Informationen zum Förderzuschuss finden Sie im Programmmerkblatt, das im Download-Bereich verfügbar ist.

Wer wird gefördert?

  • Gewerbliche und landwirtschaftliche Unternehmen
  • Natürliche Personen
  • Kleine und mittlere Unternehmen im Sinne der EU-Definition ( KMU-Kriterium )
  • Nicht-KMU werden zu beihilfefreien Konditionen gefördert (siehe Ziffer 5 des Programmmerkblatts)

Was wird gefördert?

  • Investitionen in die Erzeugng, Verteilung und Speicherung von Bioenergie
    (zum Beispiel Biogasanlagen, Biomasseheizkraftwerke, Anlagen zur Erzeugung biogener Kraftstoffe, Nahwärmenetze)
  • Fotovoltaik- und Wasserkraftanlagen von Landwirten oder agrarwirtschaftlichen Unternehmen
  • Fotovoltaikanlagen auf (ehemals) agrarwirtschaftlich genutzten Gebäuden
  • Tätige Beteiligungen an Unternehmen der Bioenergieproduktion

Anlagen, die eine Vergütung nach dem neuen Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG 2014 oder jünger) erhalten, können nur mit Darlehensvarianten gefördert werden, die keine Beihilfe im Sinne der EU enthalten (siehe Ziffer 5 des Programmmerkblatts)

Wie wird gefördert?

Art der Finanzierung

Die Unternehmen erhalten über ihre Hausbank zinsvergünstigte Darlehen und gegebenenfalls einen Förderzuschuss.

Finanzierungsanteil
  • Bis zu 100 % des förderfähigen Vorhabens
Bruttodarlehensbeträge
  • Mindestbetrag: 5.000 EUR 
  • Höchstbetrag: 10 Mio. EUR pro Unternehmen und Jahr
Laufzeitvarianten
Übersicht über Laufzeiten, tilgungsfreie Jahre und Zinsbindungsfristen für das Programm Landwirtschaft und Junglandwirte
Laufzeit (in Jahren)  Tilgungsfreie Jahre
Sollzinsbindung (in Jahren)
 6  0 oder 1
 8  0 oder 1
 10  0 oder 1 10 
 15  0 oder 1 10 
 20  0 oder 1 10 
Sollzinssätze
  • Der Sollzinssatz ist in der Regel für die gesamte Laufzeit gebunden, maximal aber für 10 Jahre. Bei längeren Laufzeiten unterbreitet die L-Bank nach Ablauf der 10-jährigen Sollzinsbindung ein neues Angebot. Nimmt das Unternehmen das neue Angebot nicht an, kann es das restliche Darlehen ohne zusätzliche Kosten ganz oder teilweise zurückzahlen.
  • Es gilt das herkömmliche risikogerechte Zinssystem (RGZS).
  • Zinstermine: Vierteljährlich nachträglich, jeweils zum Quartalsende
Auszahlungssatz
  • 100 %
  • Die Hausbank darf einmalig bis zu 1,0 % des Bruttodarlehensbetrags, maximal 1.250 EUR, als Bearbeitungsgebühr bei der ersten Auszahlung einbehalten.
Bereitstellungsprovision
  • Keine Bereitstellungszinsen für ein Jahr ab Zusage durch die L-Bank
  • 0,15 % pro Monat auf Darlehensbeträge, die ein Jahr nach der Zusage der L-Bank noch nicht ausgezahlt sind (gültig für Neuzusagen ab 01.01.2018)
Tilgung 
  • Vierteljährlich nachträglich in gleich hohen Raten, gegebenenfalls nach Ablauf des tilgungsfreien Jahres
  • Jeweils zum Quartalsende
Sicherheiten
  • Hausbank und Unternehmen vereinbaren eine bankübliche Besicherung
EU-Beihilferecht

Die Darlehen können Beihilfen im Sinne der EU darstellen. Ob ein Förderdarlehen aktuell eine Beihilfe ist, können Sie mit dem EU-Beihilfewertrechner der L-Bank feststellen. Wird dort ein positiver Beihilfewert ausgewiesen, enthält das Darlehen eine Beihilfe und muss die jeweiligen beihilferechtlichen Anforderungen der EU erfüllen.

Ein Förderzuschuss stellt immer in voller Höhe eine Beihilfe dar. Der Beihilfewert entspricht dem Förderzuschuss.

Darlehen mit einem positiven Beihilfewert und der Förderzuschuss werden auf Basis der De-minimis-Verordnung der EU vergeben (VO(EU) Nr. 1407/2013). Deshalb kann es zu Einschränkungen bei der Förderung kommen (siehe Programmmerkblatt). Ist eine Förderung nur zu beihilfefreien Konditionen möglich, kann kein Förderzuschuss gewährt werden.

Antragstellung

Hausbankenverfahren

Die Unternehmen stellen den Förderantrag bei ihrer Hausbank. Sie leitet den Antrag, gegebenenfalls über ihr Zentralinstitut, weiter an die L-Bank.

Antragsunterlagen
  • L-Bank-Formular Antrag auf ein Darlehen zur Förderung von Unternehmen im ländlichen Raum  (Vordruck 9069, als PDF-Datei verfügbar)
  • De-minimis-Erklärung (Vordruck 1332)
    Dieses Formular ist bei einer Förderung zu beihilfefreien Konditionen nicht notwendig.
    Weitere Unterlagen sind nicht erforderlich.
Rechtzeitige Antragstellung bei der Hausbank

Das Unternehmen muss den Förderantrag auf dem Formular der L-Bank vor Vorhabensbeginn bei der Hausbank stellen und unterschreiben. Erst danach kann das Unternehmen Aufträge vergeben und Verträge abschließen.

Unternehmen und Hausbank können zunächst auch ein verkürztes Antragsformular, den Beihilfeantrag für das Fördergeschäft (Vordruck 9087), vollständig ausfüllen und gemeinsam unterschreiben. Auch dies gilt als Antragstellung im Sinne des EU-Beihilferechts, so dass das Unternehmen danach mit dem Vorhaben beginnen kann. Der Beihilfeantrag verbleibt bei der Hausbank.

Beantragung des Förderzuschusses

Der Förderzuschuss wird automatisch zusammen mit dem Darlehen beantragt. Zusätzliche Angaben oder Unterlagen sind nicht notwendig. Die L-Bank zahlt den Förderzuschuss nach Vollauszahlung des Darlehens über die Hausbank aus.

Aktuelle Zinssätze und Förderzuschüsse

Für die Darlehen gilt das herkömmliche risikogerechte Zinssystem .

Zusätzlich zu den Zinssätzen ist in der Konditionenübersicht auch jeweils angegeben, ob in einer Laufzeitvariante aktuell ein Förderzuschuss gewährt wird und wie hoch er ist. Dies hängt vom jeweiligen Zinsniveau ab.


Download Konditionenübersichten

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Landwirtschaft, Agrar- und Ernährungswirtschaft, Neue Energien, Bürgerwindparks

Datum: 09.02.2018

Konditionen – Gesamtübersicht der Programme für den Agrarsektor | Enthalten sind die aktuellen Zinssätze und Förderzuschüsse für folgende Programme: A+E Betriebsmittel, A+E-Umwelt- und Verbraucherschutz, A+E Wachstum und Wettbewerb, Landwirtschaft-Nachhaltigkeit, Landwirtschaft – Wachstum, Landwirtschaft – Liquiditätssicherung, Neue Energien – Windenergie, Neue Energien – Energie vom Land

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Downloadbereich

Downloads-Antragsunterlagen und Merkblätter

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Beihilfeantrag für das Fördergeschäft

Datum: 01.07.2015

Beihilfeantrag für das Fördergeschäft, Vordruck Nr. 9087 Der Beihilfeantrag kann für eine frist- und formgerechte Antragstellung vor dem eigentlichen L-Bank-Förderantrag genutzt werden. Der Vordruck verbleibt bei der Hausbank. Einsetzbar für die Programme: Gründungsfinanzierung | Wachstumsfinanzierung | Ressourceneffizienzfinanzierung | Liquiditätskredit | Innovationsfinanzierung 4.0 | Startfinanzierung 80 | Tourismusfinanzierung | ELR-Kombi-Darlehen | Ressourceneffizienzfinanzierung-ELR-Kombi | Landwirtschaft | Agrar-und Ernährungswirtschaft | Neue Energien

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De-minimis-Erklärung

Datum: 01.02.2018

De-minimis-Erklärung (L-Bank-Vordruck Nr. 1332) | Auch als Formularassistent verfügbar | Sie ist in folgenden Programmen mit dem Förderantrag einzureichen: (1) Für bestimmte Vorhabens- oder Kostenarten in der (1a) Gründungsfinanzierung, (1b) Wachstumsfinanzierung, (1c) Ressourceneffizienzfinanzierung, (1d) Kombi-Darlehen Ressourceneffizienz  (2) Startfinanzierung 80 (3) Investitionsfinanzierung (4) Agrar- und Ernährungswirtschaft – Betriebsmittel (5) Bürgschaftsprogramm: Finanzierung von Vereinsstätten (6) Weiterbildungsfinanzierung 4.0 (7) Innovationsfinanzierung 4.0 (8) für ELR-Zuschüsse für private wohnwirtschaftliche Vorhaben zur Vermietung (9) Neue Energien (10) Digitalisierungsprämie (11) MikroCrowd

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Kooperation mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank

Die L-Bank bietet dieses Programm in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank an.