Ressourceneffizienzfinanzierung

  • Förderung der Energie- und Materialeinsparung in Unternehmen
  • Förderung von betrieblichen Umweltschutzmaßnahmen
  • Finanzierung durch ein zinsverbilligtes Darlehen mit Tilgungszuschuss

Änderungen zum 02.05.2016

In den Programmteilen A und B wird der Tilgungszuschuss von 1,5 % auf  1,0 % gesenkt. Dies gilt für alle Anträge, die ab 02.05.2016 bei der L-Bank eingehen.

Wer wird gefördert?

Gewerbliche Unternehmen
  • Gefördert werden nur Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft.
  • Nicht gefördert werden Freiberufler.
Kleine und mittlere Unternehmen

Kleine und mittlere Unternehmen im Sinne der EU-Definition ( KMU-Kriterium ) müssen bestimmte Größengrenzen einhalten

Unternehmensgrößengrenzen

Kleine Unternehmen (KU)
Mittlere Unternehmen (MU)
Beschäftigte
< 50
< 250
Umsatz (in Mio. EUR)
≤ 10
≤ 50
Bilanzsumme (in Mio. EUR)
≤ 10
≤ 43
Bei KMU muss entweder der Umsatz oder die Bilanzsumme unter dem Schwellenwert liegen.
Die einzelnen Grenzen für die Unternehmensgröße folgen dem KMU-Kriterium der EU-Kommission. Weitere Informationen, zum Beispiel wie Beteiligungen berücksichtigt werden müssen, finden Sie auf einer eigenen Internetseite.

Kleine Unternehmen erhalten in der Ressourceneffizienzfinanzierung Teil B in der Regel eine höhere Zinsverbilligung als mittlere Unternehmen.

Was wird gefördert? Programmteil A Energieeffiziente Produktion

Betriebliche Investitionen zur Energieeinsparung bei Maschinen, Anlagen und Prozesstechnik

Gefördert werden Modernisierungs- oder Neuinvestitionen in folgenden Bereichen:

  • Maschinenpark (inklusive elektrische Antriebe, Druckluft, Pumpen)
  • Effiziente Energieerzeugung für die Produktion, Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (nur ohne EEG-Vergütung)
  • Prozesskälte/Prozesswärme
  • Wärmerückgewinnung/Abwärmenutzung für Produktionsprozesse
  • Mess-, Regel- und Steuerungstechnik
  • Informations- und Kommunikationstechnik
Mindestanforderung an das Einsparpotenzial

Gefördert werden nur Maßnahmen, die mindestens die in der Tabelle genannte Energieeinsparung erzielen. Für eine höhere Einsparung (Premiumstandard) erhalten die Unternehmen eine höhere Förderung. 

Anforderung an die Energieeinsparung der verschiedenen Investitionen
Energie­spar­maß­nahme
Einstiegsstandard
Premiumstandard
Modernisierungsin­ves­ti­ti­onen
10 % gegenüber dem Durchschnittsverbrauch der letzten drei Jahre
30 % gegenüber dem Durchschnittsverbrauch der letzten drei Jahre
Neuinvestitionen
10 % gegenüber dem Branchendurchschnitt
30 % gegenüber dem Branchendurchschnitt

Die mögliche Energieeinsparung muss das Unternehmen oder ein Sachverständiger ermitteln und bei Antragstellung bestätigen. Dazu muss das Unternehmen, gegebenenfalls zusammen mit dem Sachverständigen, das Formular Bestätigung zum Kreditantrag Ressourceneffizienzfinanzierung Programmteil A (Formular 9078-1) ausfüllen und einreichen.

Die L-Bank empfiehlt den Unternehmen, sich von einem Sachverständigen über mögliche Einsparpotentiale beraten zu lassen. Die L-Bank arbeitet mit einem Netzwerk an erfahrenen Gutachtern in Baden-Württemberg zusammen. Im Programmteil A sind die Gutachten der Steinbeis Beratungszentren GmbH oder des RKW für die Unternehmen kostenlos.

Mehr dazu siehe Bestätigungen zum Antrag

Förderfähige Kosten: Investitionskosten, Planung und Beratung
  • Investitionskosten, die unmittelbar mit der Energieeinsparung zusammenhängen
  • Planung und Umsetzungsbegleitung der Maßnahmen
  • Energiemanagementsysteme 
  • Nicht förderfähig: Betriebsmittelbedarf, Warenlager, Anlagen mit einer Vergütung nach EEG
Investitionsort

Das Vorhaben muss in Baden-Württemberg durchgeführt werden. Der Sitz des Unternehmens spielt keine Rolle.

Was wird gefördert? Programmteil B Materialeffizienz und Umwelttechnik

Betriebliche Investitionen zur Steigerung der Ressourceneffizienz und Materialeinsparung
  • Reduzierung des Rohstoff- und Materialeinsatzes
  • Einsparung von Hilfs- und Betriebsstoffen
  • Geschlossene Stoffkreisläufe
  • Substitution von kritischen Stoffen
  • Einsatz von Sekundärrohstoffen

Diese Aufzählung ist nicht abschließend.

Betriebliche Investitionen zum allgemeinen Umweltschutz
  • Lärm- und Abgasvermeidung
  • Elektromobilität, emissionsarme Fahrzeuge
  • Abfallvermeidung und -verwertung
  • Abwasservermeidung und -reinigung
  • Boden- und Grundwasserschutz
  • Altlastenbeseitigung
Anforderungen an die Effizienzsteigerung und Umweltentlastung

Gefördert werden Maßnahmen, die sich positiv auf den Ressourcenverbrauch und Umweltschutz auswirken. Es gibt keine konkreten Vorgaben, wie viel Einsparung erzielt werden muss. Wichtig ist, dass es überhaupt zu einer Reduzierung des Ressourcenverbrauchs oder der Umweltverschmutzung kommt. Das Unternehmen muss die positiven Effekte in dem Formular Bestätigung zum Kreditantrag Ressourceneffizienzfinanzierung Programmteil B beschreiben und bestätigen. Eine genaue Quantifizierung durch einen Sachverständigen ist nicht notwendig.

Die L-Bank empfiehlt den Unternehmen aber, sich von einem Sachverständigen über mögliche Einsparpotenziale beraten zu lassen. Die L-Bank arbeitet mit einem Netzwerk von erfahrenen Sachverständigen in Baden-Württemberg zusammen. Die Gutachten dieser Sachverständigen sind für die Unternehmen kostenlos.

Mehr dazu siehe Bestätigungen zum Antrag

Förderfähige Kosten: Investitionskosten, Planung und Beratung
  • Investitionskosten, die unmittelbar mit der Ressourceneinsparung oder der Umweltentlastung zusammenhängen
  • Planung und Umsetzungsbegleitung der Maßnahmen
  • Energiemanagementsysteme 
  • Nicht förderfähig: Grundstückskosten, Betriebsmittelbedarf, Warenlager, Anlagen mit einer Vergütung nach EEG
Investitionsort

Das Vorhaben muss in Baden-Württemberg durchgeführt werden. Der Sitz des Unternehmens spielt keine Rolle.

Was wird gefördert? Programmteil C Energieeffiziente Betriebsgebäude

Betriebliche Investitionen zur Erhöhung der Energieeffizienz von Betriebsgebäuden
  • Sanierung von bestehenden Betriebsgebäuden zum KfW-Effizienzhaus 100 oder 70
  • Neubau von Betriebsgebäuden als KfW-Effizienzhaus 70 oder 55
  • Einzelne Maßnahmen zur energetischen Sanierung der Gebäudehülle und/oder Gebäudetechnik bei bestehenden Gebäuden

Einzelmaßnahmen werden in folgenden Bereichen gefördert:

  • Haus- und Energietechnik (Heizung, Kühlung, Beleuchtung, Lüftung, Warmwasser)
  • Gebäudehülle (Dämmmung, Fenster, Türen, Vorhangfassaden)
  • Mess-, Regel- und Steuerungstechnik
  • Gebäudeautomation
Anforderungen an die Energieeffizienz

Gefördert werden nur Maßnahmen, die bestimmte technische Mindestanforderungen erfüllen. Bei der Förderung von KfW-Effizienzhäusern sind die technischen Mindestanforderungen auf die Energiebilanz des gesamten Gebäudes bezogen. Bei den Einzelmaßnahmen gibt es maßnahmenspezifische Vorgaben wie zum Beispiel maximal zulässige U-Werte oder anlagenspezifische Kennzahlen.

Die technischen Mindestanforderungen sind in einer Anlage zum Merkblatt zusammengefasst. Die L-Bank übernimmt unverändert die Anforderungen und den Vordruck der KfW aus deren Programm KfW-Energieeffizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren. Die Anlage Technische Mindestanforderungen Energieeffizient Bauen und Sanieren – Nichtwohngebäude ist im Download-Bereich verfügbar.

Ein Sachverständiger muss sowohl bei Antragstellung als auch nach Abschluss der Maßnahme bestätigen, dass das Energiesparpotential erreicht werden kann bzw. tatsächlich erreicht wurde.

Mehr dazu siehe Bestätigungen zum Antrag .

Förderfähige Kosten: Investitionskosten, Planung und Beratung
  • Investitionskosten, die unmittelbar mit der Energieeinsparung zusammenhängen
  • Bei Neubauten: Baukosten für das gesamte Gebäude (nur beheizte Flächen)
  • Planung und Umsetzungsbegleitung der Maßnahmen
  • Energiemanagementsysteme 
  • Nicht förderfähig: Grundstückskosten, Außenanlagen, Inneneinrichtungen, Anlagen mit einer Vergütung nach EEG
Investitionsort

Das Vorhaben muss in Baden-Württemberg durchgeführt werden. Der Sitz des Unternehmens spielt keine Rolle.

Wie wird gefördert?

Art der Finanzierung

Die Unternehmen erhalten über ihre Hausbank ein Darlehen mit verbilligten Sollzinsen und mit einem Tilgungszuschuss.

Finanzierungsanteil
  • Bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten
Bruttodarlehensbetrag
  • Mindestbetrag: in der Regel 10.000 EUR
  • Höchstbetrag: in der Regel 5 Mio. EUR
Laufzeitvarianten
Laufzeitvarianten ab 01.07.2012
Laufzeiten (in JahreN)
davon til­gungs­frei
Sollzinsbindung (in Jahren)
5
0, 1
5
8
0, 1, 2
8
10
0, 1, 2
10
15
0, 1, 2
10
20
0, 1, 2, 3
10
 Auszahlung
  • 100 Prozent
Sollzinssätze
  • Die KfW, das Land Baden-Württemberg, die L-Bank und in Programmteil C auch der Bund verbilligen die Sollzinssätze für die gesamte Laufzeit, maximal aber für 10 Jahre.
  • In Programmteil A ist die Zinsverbilligung nach Höhe der Energieeinsparung (Einstiegs- oder Premiumstandard) gestaffelt, in Programmteil B nach der Unternehmensgröße (kleine oder mittlere Unternehmen). Aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus ist jedoch eine Zinsdifferenzierung nicht immer möglich.
  • Der Sollzinssatz ist in der Regel für die gesamte Laufzeit gebunden, maximal aber während des Zinsverbilligungszeitraums (maximal 10 Jahre).
  • Es gilt das flexibilisierte risikogerechte Zinssystem (RGZS).
  • Zinstermine: vierteljährlich zum Quartalsende
Bereitstellungsprovision
  • Keine Bereitstellungszinsen für ein Jahr ab der Darlehenszusage der L-Bank
  • 0,25 Prozent pro Monat auf Kreditbeträge, die ein Jahr nach der Darlehenszusage der L-Bank noch nicht abgerufen sind
Tilgung
  • Vierteljährlich nachträglich in gleich hohen Raten zum Quartalsende, gegebenenfalls nach Ablauf der tilgungsfreien Jahre
  • Außerplanmäßige Tilgungen sind gegen Vorfälligkeitsentschädigung möglich
Sicherheiten

Unternehmen und Hausbank vereinbaren eine bankübliche Besicherung. In der Regel übernimmt die Hausbank gegenüber der L-Bank die volle Haftung dafür, dass das Darlehen zurückgezahlt wird.

Reichen der Hausbank die Sicherheiten für eine bankübliche Besicherung nicht aus, ist eine Risikoübernahme (Bürgschaft) durch die Bürgschaftsbank oder die L-Bank möglich. Die L-Bank ist für Bürgschaftsbeträge über 1,25 Mio. Euro zuständig.

Für die Ressourceneffizienz-Darlehen bietet die Bürgschaftsbank eine standardisierte Kombi-Bürgschaft 50 an. Die Bürgschaftsprovision der Kombi-Bürgschaft 50 ist fix und richtet sich nach der RGZS-Preisklasse des Ressourceneffizienz-Darlehens. Außerdem ist die Bearbeitung der Förderanträge für Darlehen und Bürgschaft aufeinander abgestimmt. Die Kombi-Variante aus Darlehen und Bürgschaft heißt Ressourceneffizienzfinanzierung 50.

Kombination mit anderen Förderprogrammen
EU-Beihilferecht

Darlehen der Ressourceneffizienzfinanzierung sind immer Beihilfen im Sinne der EU, wenn sie einen Tilgungszuschuss enthalten. Die Darlehen müssen daher die jeweiligen beihilferechtlichen Anforderungen der EU erfüllen.

Der Tilgungszuschuss stellt immer in voller Höhe eine Beihilfe dar. Daneben kann auch die Zinsverbilligung eine Beihilfe sein. Dies hängt jedoch vom konkreten Sollzinssatz ab. Ob die Zinsverbilligung aktuell eine Beihilfe ist, können Sie mit dem EU-Beihilfewertrechner der L-Bank feststellen. Wird dort ein positiver Beihilfewert ausgewiesen, enthält das Darlehen eine Beihilfe aufgrund der Zinsverbilligung. Dieser Wert muss zu dem Tilgungszuschuss addiert werden, um den gesamten Beihilfewert des Darlehens zu erhalten. Der Gesamtwert ist dann Grundlage für die beihilferechtliche Prüfung.

Darlehen mit einem positiven Beihilfewert werden seit 01.01.2015 auf Basis der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) der EU (VO(EU) Nr. 651/2014) oder auf Basis der De-minimis-Verordnung (VO(EU) Nr. 1407/2013) vergeben. Welche Investitionsvorhaben auf welcher beihilferechtlichen Grundlage gefördert werden, entnehmen Sie bitte der Ziffer 6 des Programmmerkblatts. Abweichungen sind in Einzelfällen in Absprache mit der L-Bank möglich.

Grundstruktur der beihilferechtlichen Grundlagen
Beihilferechtliche Grundlagen in der Ressourceneffizienzfinanzierung
Programmteil A
  • Maschinen und Anlagen
AGVO
  • Maßnahmen ohne gleichzeitige Maschineninvestitionen
De-minimis-VO
Programmteil B
  • alle Maßnahmen
De-minimis-VO
Programmteil C
  • Neubauten
AGVO

  • Sanierung zum KfW-Effizienzhaus
  • Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung
De-minimis-VO

Antragstellung

Unternehmen stellen den Antrag bei ihrer Hausbank. Sie leitet den Antrag, gegebenenfalls über das Zentralinstitut, weiter an die L-Bank.

Bestätigung der umweltrelevanten Fördervoraussetzungen

Das Unternehmen muss bei Antragstellung eine Bestätigung einreichen, dass die geplanten Investitionen die geforderten Einspareffekte bei Energie und/oder Material oder die Entlastungen der Umwelt bewirken können bzw. in Programmteil C die technischen Mindestanforderungen erfüllen. Für diese sogenannte Bestätigung zum Kreditantrag stehen für die einzelnen Programmteile unterschiedliche Formulare zur Verfügung. Das Unternehmen kann die Bestätigung selbst ausfüllen oder sich Unterstützung von einem Sachverständigen holen (in Programmteil C ist die Einbindung eines Sachverständigen verpflichtend).

Mehr Informationen zu den Bestätigungen zum Antrag

Rechtzeitige Antragstellung bei der Hausbank

Liegt die Bestätigung vollständig ausgefüllt vor, kann das Unternehmen den Förderantrag (L-Bank-Vordruck Nr. 9078) bei der Hausbank unterschreiben. Die Hausbank leitet danach den Antrag zusammen mit der Bestätigung an die L-Bank weiter.

Erst wenn der Förderantrag unterschrieben ist, kann das Unternehmen mit dem Vorhaben beginnen und Aufträge vergeben oder Verträge abschließen.

Unternehmen und Hausbank können zunächst auch ein verkürztes Antragsformular, den Beihilfeantrag für das Fördergeschäft (L-Bank-Vordruck-Nr. 9087), vollständig ausfüllen und gemeinsam unterschreiben. Auch dies gilt als Antragstellung im Sinne des EU-Beihilferechts, so dass das Unternehmen danach mit dem Vorhaben beginnen kann. Der Beihilfeantrag verbleibt bei der Hausbank.

Der Beihilfeantrag ersetzt das formlos dokumentierte Finanzierungsgespräch bei der Hausbank, das bis Ende 2014 in allen L-Bank-Programmen als Antragstellung anerkannt werden konnte.

Antragsunterlagen
  • Antragsformular für die Kreditprogramme des Landes und das ELR-Programm (L-Bank-Vordruck Nr. 9078)
  • Bestätigung zum Kreditantrag für den jeweiligen Programmteil (siehe Bestätigungen zum Antrag )
  • De-minimis-Erklärung (L-Bank-Vordruck Nr. 1332).
    Nicht
    einzureichen bei Neubauten. Bei Maschineninvestitionen ist es sinnvoll, immer auch die De-minimis-Erklärung einzureichen. Die L-Bank wird Maschinen bevorzugt in Programmteil B fördern und das Darlehen auf Basis der De-minimis-Verordnung zusagen.

Alle Formulare sind bei den Hausbanken vorrätig oder in deren EDV-System elektronisch hinterlegt. Außerdem stehen sie unten im Download-Bereich als ausfüllbare PDF-Dateien zur Verfügung.

Aktuelle Tilgungszuschüsse

Als zusätzliche Förderung erhalten die Unternehmen seit 01.07.2015 für alle Darlehen der Ressourceneffizienzfinanzierung einen Tilgungszuschuss. Zum 02.05.2016 (Antragseingang bei der L-Bank) hat die L-Bank den Tilgungszuschuss in den Programmteilen A und B von 1,5 % auf 1,0 % gesenkt.

Aktuelle Tilgungszuschüsse in der Ressourceneffizienzfinanzierung
Programmvariante
Tilgungszuschuss in % *
Höchstgrenze in EUR/qm **
Programmteil A: alle Vorhaben
1,0

Programmteil B: alle Vorhaben
1,0

Programmteil C


Neubau Effizienzhaus 70
1,0
10
Neubau Effizienzhaus 55
6,0
60
Sanieren Effizienzhaus 100
11,0
110
Sanieren Effizienzhaus 70
18,5
185
Sanieren Einzelmaßnahmen
6,0
60
* Der Tilgungszuschuss ist in % des Bruttodarlehensbetrags angegeben. Für die Gutschrift des Tilgungszuschusses ist der Bruttodarlehensbetrag relevant, den die L-Bank nach Abschluss der Verwendungsnachweisprüfung festlegt.
** Im Programmteil C ist der Tilgungszuschuss maximal begrenzt auf einen Betrag bezogen auf die Nettogrundfläche, auch wenn sich als Prozentsatz des Bruttodarlehensbetrags ein höherer Wert ergibt.

Ein Tilgungszuschuss stellt einen Teilschulderlass dar. Das Unternehmen muss also das Darlehen nicht vollständig zurückzahlen. Im Darlehensvertrag wird der Tilgungszuschuss zunächst unter Vorbehalt zugesagt. Erst wenn das Unternehmen – oder in Programmteil C der Sachverständige – nach Durchführung der Maßnahmen bestätigt, dass das Vorhaben wie geplant umgesetzt und die angestrebten Einsparziele auch erreicht wurden, erhält das Unternehmen den Tilgungszuschuss. Die L-Bank schreibt den Tilgungszuschuss zum übernächsten Tilgungstermin gut, nachdem sie den Verwendungsnachweis abschließend geprüft hat. Der Tilgungszuschuss wird auf die letzten Raten angerechnet. Er verkürzt die Laufzeit des Darlehens.

Beachten Sie bitte:

Tilgungszuschüsse sind Beihilfen im Sinne der EU. Sie werden in voller Höhe auf die Beihilfeobergrenzen angerechnet. Dies muss bei der Finanzierung frühzeitig berücksichtigt werden, zum Beispiel, wenn Sie weitere Fördermittel (zum Beispiel Bürgschaften, BAFA-Zuschüsse, KfW-Mittel) in die Gesamtfinanzierung einbinden wollen oder wenn Sie in den letzten drei Jahren andere Fördermittel als De-minimis-Beihilfen in Anspruch genommen haben.

Aktuelle Zinssätze

Für die Förderkredite gilt das flexibilisierte risikogerechte Zinssystem . In der Konditionenübersicht sind neben den aktuellen Zinssätzen auch die Tilgungszuschüsse ausgewiesen.


Downloads Konditionenübersichten

Starten des Dowloads von Dokument Wirtschaftsförderung – Konditionen PDF
Wirtschaftsförderung – Konditionen

Datum: 18.08.2016

Konditionen-Gesamtübersicht für die Förderprogramme für gewerbliche Unternehmen und Freiberufler| Enthalten sind die aktuellen Zinssätze und gegebenenfalls die aktuellen Tilgungszuschüsse für folgende Programme: ELR-Kombi-Darlehen, Gründungsfinanzierung, Innovationsfinanzierung, Investitionsfinanzierung, Liquiditätskredit, Ressourceneffizienzfinanzierung, Ressourceneffizienzfinanzierung-ELR-Kombi, Startfinanzierung 80, Tourismusfinanzierung, Wachstumsfinanzierung, Weiterbildungsfinanzierung 4.0

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Downloadbereich

Downloads Antragsunterlagen und Merkblätter

Starten des Dowloads von Dokument Ressourceneffizienzfinanzierung Bestätigung zum Kreditantrag Teil A
Ressourceneffizienzfinanzierung Bestätigung zum Kreditantrag Teil A

Datum: 01.07.2015

Bestätigung zum Kreditantrag Resoourceneffizienzfinanzierung Teil A (Vordruck-Nr. 9078-1) | Anlage zum Antrag, auszufüllen vom Antragsteller und gegebenenfalls vom Sachverständigen | gültig für die Programme: Ressourceneffizienzfinanzierung Programmteil A und Ressourceneffizienzfinanzierung ELR-Kombi Programmteil A

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Ressourceneffizienzfinanzierung Bestätigung zum Kreditantrag Teil B

Datum: 01.02.2015

Bestätigung zum Kreditantrag Ressourceneffizienzfinanzierung Teil B (Vordruck Nr. 9078-2), auszufüllen vom Antragsteller und vom Sachverständigen, falls sich das Unternehmen bei der Ermittlung der Einsparpotentiale beraten lässt | gültig für die Programme Ressourceneffiizienzfinanzierung und Ressourceneffizienzfinanzierung ELR-Kombi, jeweils Programmteil B

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Beihilfeantrag für das Fördergeschäft

Datum: 01.07.2015

Beihilfeantrag für das Fördergeschäft, Vordruck Nr. 9087 Der Beihilfeantrag kann für eine frist- und formgerechte Antragstellung vor dem eigentlichen L-Bank-Förderantrag genutzt werden. Der Vordruck verbleibt bei der Hausbank. Einsetzbar für die Programme: Gründungsfinanzierung | Wachstumsfinanzierung | Ressourceneffizienzfinanzierung | Liquiditätskredit | Innovationsfinanzierung | Startfinanzierung 80 | Tourismusfinanzierung | ELR-Kombi-Darlehen | Ressourceneffizienzfinanzierung-ELR-Kombi | Landwirtschaft | Agrar-und Ernährungswirtschaft | Neue Energien

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De-minimis-Erklärung

Datum: 01.04.2016

De-minimis-Erklärung (L-Bank-Vordruck Nr. 1332) Sie ist in folgenden Programmen mit dem Förderantrag einzureichen: (1) Für bestimmte Vorhabens- oder Kostenarten in der (1a) Gründungsfinanzierung, (1b) Wachstumsfinanzierung, (1c) Ressourceneffizienzfinanzierung, (1d) Ressourceneffizienzfinanzierung-ELR-Kombi  (2) Startfinanzierung 80 (3) Investitionsfinanzierung (4) Agrar- und Ernährungswirtschaft – Betriebsmittel (5) Bürgschaftsprogramm: Finanzierung von Vereinsstätten (6) Weiterbildungsfinanzierung 4.0 (7) ab 01.09.2016 Innovationsfinanzierung (8) für ELR-Zuschüsse für private wohnwirtschaftliche Vorhaben zur Vermietung

Download starten (234KB) Starten des Dowloads von Dokument De-minimis-Erklärung

Außerdem verwendet die L-Bank in Programmteil C folgende Formulare der KfW, die direkt verlinkt werden:

Bitte beachten Sie aber, dass Sie diese Vordrucke ausschließlich bei der L-Bank, nicht bei der KfW, einreichen dürfen.

Zur Programmseite der KfW mit allen KfW-Formularen.


Kooperation mit der KfW

Die L-Bank bietet die Ressourceneffizienzfinanzierung in Zusammenarbeit mit der KfW an. Die L-Bank und das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg subventionieren die ohnehin günstigen Darlehen der KfW zusätzlich. Dadurch erhalten die Unternehmen in Baden-Württemberg eine zusätzliche Zinsverbilligung und/oder höhere Tilgungszuschüsse.