Quartier am Albgrün in Karlsruhe

Mehr Wohnraum für Familien mit Kindern

Können Familien, Singles und Paare der Generationen 50 Plus mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen zusammen in einem Haus leben? Sie können. So, wie im Quartier am Albgrün in Karlsruhe. Dazu müssen die zukünftigen Bewohner bereit sein, nicht nur eine Eigentumswohnung zu kaufen, sondern ein ganzes Haus zusammen zu bauen und sich dabei über die vielen kleinen und großen Entscheidungen einig zu werden. Architekten müssen beauftragt, Genehmigungen eingeholt und der Bau überwacht werden. Los ging es im Quartier am Albgrün im Jahr 2009; 2010 gab es den ersten Spatenstich und 2012 konnten die ersten Wohnungsbesitzer der Baugruppe „Vielfalt“ in ihr Passivhaus einziehen. Die L-Bank förderte dieses Projekt.

Fallbeispiel Wohnraumfrderung: Heimspiel

Die Reportageschule Reutlingen im Gespräch mit Martina Liepert, Lehrerin aus Karlsruhe.

  • Frau Liepert, wie hat die L-Bank Ihnen zur eigenen Wohnung verholfen?

    Wir lebten zu fünft in einer 3-Zimmer-Wohnung mitten in Karlsruhe. Mein Mann, unsere drei Kinder und ich. Die war irgendwann einfach zu klein. Ich bin Lehrerin, mein Mann IT-Spezialist. Mit unserem Budget etwas zu finden, das groß genug ist und auch noch ein Arbeitszimmer hat, war  nicht leicht. Doch mithilfe der Wohnraumförderung konnten wir uns an einer Baugemeinschaft beteiligen. Ohne die Förderkredite säßen wir jetzt wahrscheinlich nicht hier im neuen Wohnzimmer und würden nach draußen ins Grüne schauen.

  • Eine Baugemeinschaft, was ist das genau?

    Es tun sich mehrere Parteien zusammen, jede finanziert jeweils ihre Wohnung und dann bauen alle zusammen ein Haus. Wir beschließen alles gemeinsam. Soll man noch einmal 10.000 Euro investieren und eine Pelletheizung einbauen? Wollen wir lieber die günstigen Platten auf dem Balkon oder die teuren, schöneren?

  • Was gefällt Ihnen am meisten an ihrer neuen Wohnung?

    Sie liegt zentrumsnah. Wir haben kein Auto, trotzdem ist alles gut erreichbar, auch die Schule und der Kindergarten. Wir haben einen schönen Gemeinschaftsgarten, einen Gemeinschaftsraum und eine Gästewohnung, die jeder nutzen kann. Es gibt einen extra großen Fahrradkeller für die Kinderanhänger. Wir fühlen uns hier wohl.

  • Das Haus ist also familienfreundlich; ist es auch ökologisch gebaut?

    Ja, wir wohnen in einem so genannten Passivhaus. Den ganzen Winter haben wir kein einziges Mal heizen müssen.

  • Gab es Schwierigkeiten auf dem Weg zur eigenen Wohnung?

    Ja, der Bau hat sich um mehrere Monate verzögert. Wir mussten unsere alte Wohnung länger halten als geplant, ohne die Förderkredite hätten wir uns das nicht leisten können. Bis zum Schluss haben wir gezittert. Wird es rechtzeitig fertig oder nicht? Als wir dann endlich einzogen, waren die Bauarbeiter gerade ein paar Stunden vorher raus.

  • Wie könnte die L-Bank Bauherren wie Sie besser unterstützen?

    Es war purer Zufall, dass ich von den Angeboten der L-Bank  gehört habe. Dass man Wohnraumförderung beantragen kann, sollte stärker publik gemacht werden. Außerdem war die Antragsstellung für uns als Baugruppe komplizierter. Es gab so viele Bedingungen: Gehaltsobergrenze, Mindestgröße der Kinderzimmer und unzählige Regeln. Vielleicht lässt sich da etwas vereinfachen.



Informationen zu den Förderprogrammen der L-Bank:

Ausführliche Informationen sind auf der Seite Landeswohnraum­förderungs­programm erhältlich.