Förderung netzdienlicher Photovoltaik-Batteriespeicher

  • Förderung von stationären, netzdienlichen Batteriespeichern in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage
  • Die Förderung wird pro Batteriespeicher gewährt in Euro je kWh nutzbarer Speicherkapazität des Batteriespeichers

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat im Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg das Ziel festgeschrieben, bis 2050 die Treibhausgasemissionen um 90 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Hierfür soll der Energieverbrauch im Land halbiert und der verbleibende Energiebedarf zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.

Zur Erreichung dieser Ziele wird durch die Landesregierung ein jährlicher Zubau von Photovoltaik-Anlagen von 600 Megawatt zwischen 2010 und 2020 angestrebt. Um einen Anreiz für den Bau von zusätzlichen Photovoltaik-Anlagen zu schaffen und um die Belastung der Verteilnetze zu senken, werden mit diesem Förderprogramm stationäre, netzdienliche elektrische Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage gefördert.

Wichtiger Hinweis:

Bitte beachten Sie die seit dem 01.02.2019 geänderten Förderbedingungen.

Wer wird gefördert?

Zuwendungsberechtigt sind

  • natürliche Personen,
  • rechtsfähige Personengesellschaften,
  • juristische Personen des privaten Rechts,
  • juristische Personen des öffentlichen Rechts (insbesondere Kommunen, Gemeindeverbände, Zweckverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts),
  • Unternehmen, die in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätig sind,

die den mit einer Photovoltaikanlage erzeugten Strom oder einen Teil davon einspeisen.

 Nicht zuwendungsberechtigt sind

  • der Bund, die Bundesländer sowie deren Einrichtungen,
  • Hersteller und deren verbundene Unternehmen von nach diesen Förderbestimmungen förderfähigen Anlagen oder deren Komponenten,
  • Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne von Artikel 2 Nummer 18 der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission vom 17.06.2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung),
  • Unternehmen, die einer Rückforderungsanordnung aufgrund einer früheren Kommissionsentscheidung zur Feststellung der Rechtswidrigkeit und Unvereinbarkeit einer Beihilfe mit dem Binnenmarkt nicht Folge geleistet haben.

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Investition in einen stationären, netzdienlichen Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden, an das Verteilnetz angeschlossenen Photovoltaikanlage.

Für jede Photovoltaikanlage ist die Anzahl der förderfähigen Batteriespeicher auf ein System begrenzt. Es werden nur stationäre Batteriespeichersysteme in Baden-Württemberg gefördert. Sie sind mindestens fünf Jahre zweckentsprechend zu betreiben. Die Photovoltaikanlage, die zusammen mit dem Batteriespeicher betrieben wird, muss in Baden-Württemberg errichtet werden.

Die Förderung wird nur bis zu der Höhe der nutzbaren Speicherkapazität des Batteriespeichers gewährt, bei der das Verhältnis von Nennleistung der PV-Anlage zur nutzbaren Speicherkapazität mindestens 1,2 kWP/1 kWh beträgt. Die das Verhältnis übersteigende Speicherkapazität ist nicht förderfähig.

Beträgt die Nennleistung der PV-Anlage bis einschließlich 10 kWP, muss der Batteriespeicher beziehungsweise das Energiemanagementsystem über eine Erzeugungs- beziehungsweise Verbrauchsprognose verfügen. Die Erfüllung der Anforderung des prognosebasierten Batteriemanagementsystems ist durch eine Händler- und Herstellererklärung nachzuweisen.

Die speziellen produktseitigen Fördervoraussetzungen gemäß Ziffer 3.6 und zu gegebener Zeit Ziffer 3.7 der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft über die Förderung netzdienlicher Photovoltaik-Batteriespeicher müssen erfüllt werden.

Von der Förderung ausgeschlossen sind Eigenbausysteme und Prototypen sowie gebrauchte Systeme. Eine Förderung von Batteriespeichersystemen, die über Leasing erworben werden, ist ebenfalls ausgeschlossen.

Wie wird gefördert?

Die Förderung wird pro Batteriespeicher in Euro je kWh nutzbarer Speicherkapazität des Batteriespeichers gewährt, ist jedoch auf maximal 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten des Batteriespeichersystems begrenzt. Die Investitionen in eine Photovoltaik-Anlage werden hierbei nicht berücksichtigt.

Darstellung der Förderung von Batteriespeichersystemen

Speicher mit Photovoltaikanlage
≤ 30 kWP
Speicher mit Photovoltaikanlage
> 30 kWP
Förderhöhe je kWh
200 EUR/kWh
300 EUR/kWh
Minimale Förderhöhe
400 EUR

Maximale Förderhöhe

45.000 EUR


Für Vorhaben, deren installierte PV-Anlagenleistung zwischen 10 und 14 kWP liegt, kann zusätzlich ein Bonus in Höhe von 400 Euro je Batteriespeicher gewährt werden.

Darüber hinaus kann ein Bonus in Höhe von 500 Euro je Batteriespeicher gewährt werden, sofern mit dem Vorhaben ein neuer lastmanagementfähiger Elektrofahrzeugladepunkt installiert wird. Der Ladepunkt ist beim zuständigen Netzbetreiber anzumelden. Die Erfüllung der Anforderung eines lastmanagementfähigen Elektrofahrzeugladepunktes zur Inanspruchnahme des Bonus ist durch eine Händler- oder Herstellererklärung nachzuweisen.

Die Förderung eines Vorhabens oder von Teilen eines Vorhabens kann mit anderen öffentlichen Förderungen (zum Beispiel des Bundes) kumuliert werden. Die Gesamtförderung für das Vorhaben darf jedoch die jeweils zulässigen maximalen Höchstbeträge und die jeweils zulässigen maximalen Beihilfeintensitäten der Europäischen Union nicht überschreiten.

Eine Kumulierung mit anderen Förderprogrammen des Landes Baden-Württemberg ist nicht zulässig.

Antragstellung

Die L-Bank ist vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg mit der Abwicklung der Förderung beauftragt.

Der vollständig ausgefüllte und unterschriebene Antrag sowie die erforderlichen Anlagen sind elektronisch unter der E-Mail Adresse pv-speicher@l-bank.de einzureichen. Hierfür ist das online bereitgestellte Antragsformular zu verwenden.

Zuwendungen werden nur für Maßnahmen bewilligt, die noch nicht begonnen worden sind. Ein Vorhaben gilt als begonnen, sobald dafür erste rechtsverbindliche Verpflichtungen, insbesondere aufgrund entsprechender Lieferungs- oder Leistungsverträge, eingegangen wurden.

Bei dieser Förderung handelt es sich um eine De-minimis-Beihilfe, welche über die EU-Verordnung 1407/2013 vom 18. Dezember 2013 (Anwendung der Artikel 107 und 108 des AEUV auf De-minimis-Beihilfen) abgegolten wird. Förderungen an Unternehmen, die in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätig sind, werden über die EU-Verordnung 1408/2013 vom 18. Dezember 2013 (Anwendung der Artikel 107 und 108 des AEUV auf De-minimis-Beihilfen im Agrarsektor), geändert durch die EU-Verordnung 2019/316 vom 21. Februar 2019 abgegolten. Jedem Antrag ist die online bereitgestellte De-minimis-Erklärung beizufügen.

Die Antragsunterlagen können fortlaufend eingereicht werden. Die zur Verfügung stehenden Mittel werden nach dem Eingang der Anträge verteilt. Der Antrag ist rangwahrend gestellt, wenn er vollständig bei der Bewilligungsstelle eingegangen ist. Als Eingangsdatum gilt das Datum des Eingangsstempels bei der Bewilligungsstelle.

Auszahlung

Die Auszahlung der Zuwendung erfolgt in einer Summe nach Vorlage und Prüfung des Verwendungsnachweises. Hierfür ist das online bereitgestellte Verwendungsnachweisformular zu verwenden und unter der E-Mail-Adresse pv-speicher@l-bank.de elektronisch einzureichen.

Mit dem Verwendungsnachweis sind die Rechnungen für das Photovoltaikanlagensystem, das Batteriespeichersystem sowie die Installationskosten, der Nachweis der fachgerechten, sicheren und einer der Förderbekanntmachung entsprechenden Inbetriebnahme des Batteriesystems in Verbindung mit der Photovoltaikanlage sowie ein Nachweis über die Registrierung auf dem Portal für das Monitoring einzureichen.

Sofern ein Bonus für einen lastmanagementfähigen Elektrofahrzeugladepunkt bewilligt ist, sind darüber hinaus die Rechnung für den lastmanagementfähigen Elektrofahrzeugladepunkt sowie der Nachweis der Anmeldung beim zuständigen Netzbetreiber vorzulegen.


Weitere Informationen zur Förderung von Photovoltaik-Batteriespeichern erhalten Sie auf folgender Internetseite: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/informieren-beraten-foerdern/foerdermoeglichkeiten/pv-speicher/

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Förderprogramm Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher finden Sie auf der Website des Umweltministeriums.

Die Registrierung auf dem Portal für das Monitoring kann auf der folgenden Internetseite erfolgen: www.speichermonitoring-bw.de

Informationen zur Förderung der Unterhaltungs- sowie Ladeinfrastrukturkosten für Elektrofahrzeuge mit Elektro-Antrieb finden Sie hier .

Direkt zum Antragsformular

Direkt zur De-minimis-Erklärung

Direkt zum Verwendungsnachweis mit Auszahlungsantrag