Integration und gesellschaftliche Teilhabe – VwV -Integration

  • Förderung der Integrationsarbeit in Kommunen
  • Zuschuss in der Regel in Höhe von 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben als Projektförderung
  • Unterstützung für die Einrichtung oder Aufstockung einer zentralen Ansprechstelle für den Bereich Integration sowie Förderung der sozialen Beratung und Betreuung im Wege der Festbetragsfinanzierung
VwV-Integration, das Programm des Ministeriums für Soziales und Integration zur Förderung der Integrationsarbeit in den Kommunen


Das Ministerium für Soziales und Integration unterstützt die Integrationsarbeit in den Kommunen. Gemeinsam mit den Kommunen möchte das Ministerium für Soziales und Integration erreichen, dass die Kommunen die Integrationsarbeit vor Ort noch stärker strukturell verankern, vernetzen und mitsteuern können.

Grundlage der Förderung ist die vom Ministerium für Integration erarbeitete Verwaltungsvorschrift (VwV-Integration) in der Fassung der letzten Änderung vom 14. Februar 2018. Die Verwaltungsvorschrift finden sie bei den „Downloads”.

Die VwV-Integration wird derzeit inhaltlich weiterentwickelt und soll ab dem Jahr 2019 neugefasst werden, um auch für die zukünftigen kommunalen Herausforderungen im Bereich der Integration eine hilfreiche Unterstützung zu bieten. Mit der Veröffentlichung einer neuen Verwaltungsvorschrift wird im vierten Quartal 2018 gerechnet.

Das Ministerium für Soziales und Integration beabsichtigt unter dem Vorbehalt bereitstehender Haushaltsmittel, auch im Jahr 2019 eine Förderrunde zur Förderung der Integrationsarbeit in Baden-Württemberg durchzuführen. Sobald nähere Informationen vorliegen, werden diese auf der Internetseite des Ministeriums für Soziales und Integration und der L-Bank veröffentlicht.

Das Ministerium für Soziales und Integration informiert auf seiner Homepage ebenfalls über dieses Programm.

Die Antragsfrist ist mit Ablauf des 13.04.2018 abgelaufen. Sie können keinen Antrag mehr stellen.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden Stadt- und Landkreise, Städte und Gemeinden. Die Bereiche Elternbeteiligung sowie Teilhabe und Antidiskriminierung werden in Teilen auch für freie Träger geöffnet.

Wie wird gefördert?

Die Fördermöglichkeiten beziehen sich auf folgende drei Bereiche:

  • Abschnitt A – Stärkung kommunaler Strukturen
  • Abschnitt B – Elternbeteiligung
  • Abschnitt C – Teilhabe und Antidiskriminierung

Abschnitt A:

Das Land unterstützt die Kommunen bei der strukturellen Verankerung ihrer Integrationsaufgaben. Nachhaltige Strukturen können zum Beispiel durch die Einrichtung einer zentralen Ansprechstelle, den Aufbau eines Integrationsnetzwerks oder die interkulturelle Öffnung der Kommunalverwaltung geschaffen werden. Ebenso tragen örtliche Integrationskonzepte, die eine Bestandsaufnahme, einen Leitziele- und Maßnahmenkatalog sowie ein Monitoring beinhalten sollten, der erforderlichen strategischen Ausrichtung kommunaler Integrationspolitik Rechnung.

Abschnitt B:

Darüber hinaus verfolgt das Ministerium für Soziales und Integration das Ziel, die Beteiligung der Eltern am Bildungsweg ihrer Kinder mit Migrationshintergrund nachhaltig zu stärken sowie die Eltern an die Regelstrukturen der Kommunen und des Bildungswesens heranzuführen. In diesem Bereich wird insbesondere die Arbeit der haupt- und ehrenamtlich Tätigen, zum Beispiel als Bildungs- und Elternlotsen oder Elternmentoren, wesentlich unterstützt werden.

Abschnitt C:

Um das Zusammenleben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu verbessern sowie die Teilhabe und Mitwirkung von Menschen mit Migrationshintergrund am politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu vertiefen, fördert das Land die Kommunen, Vereine und Verbände bei ihren Veranstaltungen und Qualifizierungsmaßnahmen, zum Beispiel Vortrags-, Podiums- oder Fortbildungsveranstaltungen. Außerdem wird ein Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung gelegt.


Die Zuwendung erfolgt in der Regel in Form eines Zuschusses in Höhe von 60 % der zuwendungsfähigen Ausgaben als Projektförderung. Für einzelne Maßnahmen kann auch ein höherer Zuschuss gewährt werden. Die zentrale Ansprechstelle der Kommune für den Bereich Integration sowie die Förderung der sozialen Beratung und Betreuung werden im Wege der Festbetragsfinanzierung unterstützt.

In Abweichung von Nummer 1.2 der VV-LHO zu § 44 LHO (Zuwendungen zur Projektförderung dürfen nur für solche Maßnahmen bewilligt werden, die noch nicht begonnen worden sind) können nach Abschnitt D Nummer 2.5 der VwV-Integration jedoch auch solche Maßnahmen ab dem 1. Januar 2018 gefördert werden, mit denen frühestens im Jahr 2017 begonnen wurde. Der vorzeitige Beginn erfolgt jedoch auf eigenes Risiko und begründet keinen Anspruch auf eine Bewilligung der beantragten Maßnahme.

Antragstellung

Die Antragsfrist ist mit Ablauf des 13.04.2018 abgelaufen. Sie können keinen Antrag mehr stellen.

Anträge für das Programmjahr  2018 sind bis zum 13.04.2018 bei der L-Bank einzureichen.
Bitte senden Sie das ausgefüllte und unterschriebene Antragsformular (eingescannter Antrag mit Unterschrift) per E-Mail an die L-Bank, integration@l-bank.de . Eine nochmalige Übersendung des Antrags auf dem Postweg ist nicht erforderlich.

Vor der Antragstellung sollten Sie sich über folgende Fragen Gedanken machen:

  • Wie ist die konkrete Ausgangssituation? Welche Veränderungen der Ausgangssituation soll die Maßnahme bewirken?
  • Durch welche konkreten Maßnahmen sollen die in Nummer 1 beschriebenen Veränderungen erreicht werden? 
  • Welche Akteure sind bei der Durchführung der Maßnahme beteiligt (Ehrenamtliche, Eltern, sozialpädagogisch geschultes Personal)? 
  • Welche Zielgruppe (Menschen mit und/oder ohne Migrationshintergrund, Flüchtlinge, Eltern und so weiter) soll mit der Maßnahme erreicht werden? Bitte die vorgesehene Anzahl der Teilnehmenden je Zielgruppe angeben. 
  • Inwiefern ist Ihre Maßnahme wichtig und dringlich? 
  • Wie ist der zeitliche Ablauf der Maßnahme geplant? Benennen Sie überprüfbare Meilensteine. 
  • Inwiefern steht die Maßnahme in Bezug zur Arbeit anderer Akteure in Ihrer Kommune? 
  • Gibt es ähnliche Maßnahmen oder Vorläufer zu Ihrer Maßnahme? Welche Schlüsse ziehen Sie aus ihnen? 
  • Woran stellen Sie fest, dass Ihre Maßnahme die gewünschten Wirkungen hat? 
  • Was für mögliche unbeabsichtigte Wirkungen könnte Ihre Maßnahme haben? 
  • Ist die Maßnahme auf Dauer angelegt? Wie soll die Anschlussfinanzierung aussehen?

Nachfolgende Frage ist ausschließlich bei Anträgen zu Abschnitt A Nummer 2.2.1 zu beantworten:

  • Wurde in Ihrer Kommune die Einrichtung bzw. Aufstockung der Stelle eines Integrations- oder eines Flüchtlingsbeauftragten über die VwV -Integration bereits gefördert?

Das Ministerium für Soziales und Integration entscheidet dann aufgrund der Empfehlungen einer Jury über eine Zuwendung. Die Abwicklung erfolgt über die L-Bank.

Unter „Downloads“ finden Sie das Formular für den Verwendungsnachweis und ein Merkblatt, dem Sie die für den Verwendungsnachweis zusätzlich benötigten Erfolgskriterien entnehmen können.

L-Bank (bei allen Fragen in Bezug auf den Förderantrag, die Bescheide und die Verwendungsnachweise)

E-Mail: integration@l-bank.de
Telefon: 0721 150-1730


Ministerium für Soziales und Integration (bei inhaltlichen Fragen zur VwV-Integration):

E-Mail: poststelle@sm.bwl.de
Telefon: 0711 123-3644
Fragen und Antworten zur VwV-Integration


 

Downloadbereich

Antrag und Verwendungsnachweis

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Integration und gesellschaftliche Teilhabe – VwV Integration

Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Soziales und Integration  über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration (VwV-Integration) in der konsolidierten Fassung vom 14. Februar 2018.

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