Einkommensgrenzen

In der Landeswohnraumförderung erhalten nur Haushalte eine Förderung, die kein überdurchschnittliches Einkommen erzielen. Dies gilt sowohl für die Eigentumsfinanzierung BW als auch für die Mietwohnraumförderung .

In den jährlichen Landeswohnraumförderungsprogrammen werden Einkommensgrenzen festgelegt, die sich an der Entwicklung der durchschnittlichen Einkommen in Baden-Württemberg orientieren.

Möchten Sie vorab prüfen, ob Sie für die Landeswohnraumförderung einen Antrag stellen können, müssen Sie zunächst Ihr Haushaltseinkommen ermitteln und dann mit der für Sie relevanten Einkommensgrenze vergleichen.

Wie ermitteln Sie das Haushaltseinkommen?

Entscheidend ist das Gesamteinkommen eines Haushalts, also nicht nur das Einkommen des Eigentümers oder des Mieters.

 Zu einem Haushalt können folgende Personen (gemäß § 4 Abs. 16 LWoFG) gehören:

  • der (zukünftige) Eigentümer bzw. bei der Mietwohnraumförderung der zukünftige Mieter
  • dessen Ehegatte/Lebenspartner
  • Verwandte in gerader Linie (zum Beispiel Großeltern, Eltern, Kinder, Enkel, Urenkel) und zweiten Grades in der Seitenlinie (zum Beispiel Geschwister)
  • Verschwägerte in gerader Linie und zweiten Grades in der Seitenlinie
  • Pflegekinder ohne Rücksicht auf ihr Alter und Pflegeeltern

Diese Personen zählen aber nur dann zum Haushalt, wenn sie mit dem Antragsteller oder Mieter eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft bilden.

Als Einkommen eines Haushaltsangehörigen gilt dessen Bruttoeinkommen abzüglich der Werbungskosten (Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 Euro oder tatsächlich nachgewiesene höhere Werbungskosten). Das Einkommen aller Haushaltsangehörigen wird dann zusammengezählt.

Die Einkommensgrenzen in der Eigentumsfinanzierung BW

Beim geförderten Bau oder Erwerb von selbstgenutzten Immobilien darf das Gesamteinkommen des Haushalts (nach Abzug der Werbungskosten) die in der Tabelle genannten Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Die angegebenen Werte gelten für ab dem 01.01.2016 eingereichte Anträge.

Einkommensgrenzen Eigentumsfinanzierung BW 2014
HAUS­HALTs­grö­ße
EIN­KOM­MENS­GREN­ZE FÜR DIE EI­GEN­TUMS­FI­NAN­ZIE­RUNG BW 2015/2016
Anzahl Personen
in Euro
2
49.410
3
57.910
4
66.410
5
74.910
Für jede weitere Person
zuzüglich 8.500

Lebt eine schwerbehinderte Person in dem Haushalt, erhöhen sich alle Einkommensgrenzen um 2.700 Euro. Für alleinstehende schwerbehinderte Personen beträgt die Einkommensgrenze 49.410 Euro.

Die Einkommensgrenzen in der Mietwohnraumförderung

Eine geförderte Mietwohnung darf nur einem Mieter oder Wohnungssuchenden überlassen werden, der durch einen Wohnberechtigungsschein nachweist, dass er die Einkommensgrenze einhält und die Wohnung die für ihn angemessene Größe hat. Der Wohnberechtigungsschein wird von der Gemeinde ausgestellt, wenn die Voraussetzungen, insbesondere die Einhaltung der Einkommensgrenze, erfüllt sind.

In der folgenden Tabelle können Sie sehen, wie hoch die Einkommensgrenzen für verschiedene Haushaltsgrößen sind.

Tabellarische Darstellung der Einkommmensgrenzen
Haus­halts­größe (Zahl der Per­so­nen, die im Haus­halt leben)
Ein­kom­mens­gren­ze für die all­ge­mei­ne So­zi­al­miet­wohn­raum­för­de­rung 2015/2016 Ein­kom­mens­gren­ze für Haus­halte mit be­son­de­ren Schwie­rig­kei­ten bei der Wohn­raum­ver­sor­gung 2015/2016
1-Per­so­nen-Haus­halt 39.750 EUR
25.300 EUR
2-Per­so­nen-Haus­halt 39.750 EUR
31.800 EUR
3-Per­so­nen-Haus­halt 48.250 EUR 38.300 EUR
4-Per­so­nen-Haus­halt 56.750 EUR
44.800 EUR
5-Per­so­nen-Haus­halt 65.250 EUR
51.300 EUR
Für jeden weiteren Haus­halts­an­ge­hö­ri­gen zuzüglich 8.500 EUR
zuzüglich 6.500 EUR

Die Einkommensgrenze erhöht sich für jede schwerbehinderte Person um jeweils 2.650 Euro. Voraussetzung dafür ist, dass in dem Haushalt mindestens zwei Personen leben.

Beispiel
Die Mieterfamilie besteht aus 2 Erwachsenen und 1 Kind. Die Einkommensgrenze liegt bei 48.250 Euro. Das Gesamteinkommen darf diese Grenze nach Abzug der Werbungskostenpauschale nicht überschreiten. Dies ist der Fall, wenn das Jahres-Bruttoeinkommen höchstens 49.250 Euro beträgt.


Wo erhalten Sie zusätzliche Informationen?

Wenn Sie noch Fragen zu der Einkommensgrenze haben, wenden Sie sich bitte an die  Wohnraumförderungsstellen bei den Landratsämtern oder bei den Bürgermeisterämtern der Stadtkreise.