Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG)

Wie aus Fördermitteln Wohnungen werden

Wer in Stuttgart auf Wohnungssuche ist, merkt schnell, dass der bundesweite Trend zu steigenden Mieten und knappem Angebot Baden-Württemberg erreicht hat. Deshalb stellt die Landesregierung öffentliche Fördermittel für den Wohnungsbau zur Verfügung. Doch wie entstehen aus den Geldern, die von der L-Bank vergeben werden, bezahlbare Wohnungen? Das zeigt ein Besuch bei der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG).

Klicken Sie hier, um die Bildergalerie zu öffnen. Spielplatz vor Reihenhusern

Stuttgart baut: „In unserem Investitionsprogramm sehen wir vor, statt, wie bisher 200 Wohnungen jährlich, in Zukunft 300 zu erstellen“, erläutert Samir Sidgi, Vorsitzender der SWSG-Geschäftsführung. 40 Prozent dieser Wohnungen sind öffentlich gefördert, „Tendenz steigend“, wie Sidgi betont. Das Unternehmen ist mit einem Bestand von 18.000 Wohnungen der größte Vermieter in Stuttgart. „Nicht nur, besonders aber in den großen Städten Baden-Württembergs sieht man die Auswirkungen des bundesweiten Trends zur Urbanisierung. Die Menschen drängen vom Land in die Städte und brauchen Wohnraum“, beschreibt Dr. Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank, die aktuelle Entwicklung. „Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Zwar sind bereits zu Beginn dieses Jahres  die Baugenehmigungen in Baden-Württemberg stark angestiegen, die Nachfrage hat aber noch mehr zugelegt.“

Die SWSG als städtische Wohnungsbaugesellschaft stellt sich dieser Herausforderung.  „Wir sind froh, bei der Schaffung von neuem Wohnraum die L-Bank als Finanzierungspartner zu haben.“ Mit der L-Bank habe die SWSG einen verlässlichen und nachhaltigen Finanzierer: „Wir sind auf allen Ebenen in enger Abstimmung mit der L-Bank und freuen uns über ein professionelles und partnerschaftliches Miteinander. Ob es um die große strategische Linie geht oder um Detailfragen bei einzelnen Projekten: Unsere Anliegen werden ernst genommen,“ so Sidgi. Zusätzlich sind die Rahmenbedingungen des Landeswohnraumförderprogrammes der L-Bank attraktiv.

Spannend für Wohnungsbaugesellschaften ist die Möglichkeit der mittelbaren Belegung. So muss seit 2014 die vorgeschriebene Zahl an Sozialwohnungen nicht mehr beim geförderten Projekt selbst nachgewiesen werden. Wichtig ist, dass sie im Wohnungsbestand insgesamt nachgewiesen werden. „Das verhindert die Konzentration von Sozialwohnungen an einzelnen Standorten“, beschreibt Dr. Nawrath die daraus resultierenden Effekte. „Die Sozialverträglichkeit unserer Förderung wird so sichergestellt.“ 

Bei aller Dringlichkeit, neuen Wohnraum zu schaffen, ist für die SWSG nicht zuletzt die Qualität und die Zufriedenheit der Mieter entscheidend. „Wir versuchen, im Wohnungsbau eine unaufgeregte, zeitlose Architektur zu realisieren, die auch in 40 Jahren noch passt. Sie soll den Bedürfnissen der Mieter in Zukunft genauso entsprechen wie heute und sich gut in das Quartier einfügen, so können sich unsere Kunden, die Mieter, wohlfühlen“ betont Sidgi. Damit die Mieter dauerhaft zufrieden sind, werden die Wohnungen im Bestand laufend modernisiert. „Die L-Bank hat auch hier häufig sehr gute Konditionen, da sie beispielsweise KfW-Mittel besonders günstig anbietet.“ Um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu prüfen, führt das Unternehmen alle zwei Jahre Befragungen durch. Dabei steigen die Zufriedenheitswerte kontinuierlich an.

Auf das aufgebaute Know-how greifen mittlerweile auch andere Partner im Wohnungsbau zurück. So hat die Landeshauptstadt Stuttgart die SWSG als Projektsteuerer ausgewählt, als es darum ging, den vielen ankommenden Flüchtlingen möglichst schnell gute Unterkünfte dezentral anzubieten – wohlgemerkt nicht durch vorübergehend nutzbare Wohncontainer, sondern mit Systembauten, die sich langfristig auch anders nutzen lassen. Diese neue Steuerungsaufgabe der SWSG ist ein weiterer Beleg dafür, dass sich die SWSG zu einem modernen Dienstleistungszentrum für den Wohnungsbau entwickelt.

Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft: www.swsg.de

Die Wohnraumförderung der L-Bank: www.l-bank.de/wohnungsbau