Wilhelm-Loth-Stiftung
Mit dem Werk des Bildhauers Wilhelm Loth ist die L-Bank seit langem eng verbunden. Die Gründung der Wilhelm-Loth-Stiftung in Rechtsträgerschaft der Bank im Jahr 1992 soll diese Verbindung auch über den Tod Wilhelm Loths hinaus lebendig erhalten.
Die Wilhelm-Loth-Stiftung will das umfangreiche Werk des Stifters verbreiten, der Allgemeinheit erhalten und das Verständnis für das Schaffen Wilhelm Loths fördern.
Das künstlerische Werk des Bildhauers Wilhelm Loth ist vielseitig und umfasst die unterschiedlichsten Techniken. Neben Bildwerken aus Metall (Bronze, Aluminium, Eisen, Neusilber), Ton, Gips und Kunststoff entstanden Gemälde, Aquarelle sowie Fotografien. Umfangreich ist auch das zeichnerische Werk Wilhelm Loths.
Der Bildhauer Wilhelm Loth, geboren 1920 in Darmstadt und dort am 17.01.1993 verstorben, schuf sein Hauptwerk in Karlsruhe, wohin er 1958 als Leiter einer Bildhauerklasse an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste berufen wurde. Hier lehrte er - seit 1960 als Professor - bis zu seiner Emeritierung 1986. In seinen Ateliers in der Kunstakademie Karlsruhe und im Vorort Neureut entstanden seine Werke.
Loths Hauptthema war der weibliche Torso, Symbol seiner Bewunderung und Deutung der Frau als Garant für Vitalität, Liebe, Fruchtbarkeit und Fortleben der Menschheit. Er zog eine Summe aus der uralten Tradition der Idole und der modernen Befreiung und Selbstbewusstheit der Frauen. Im Torso stellte er die Kernkraft des weiblichen Leibs heraus.
Mit seinem Werk zählt er zu den prominenten Vertretern der Neuen Figuration, ein Begriff, der geprägt wurde, um das Gegengewicht zur ungegenständlichen Kunst zu charakterisieren. Dabei rechnete Wilhelm Loth mit seinen Gestaltungen, die eine sehr direkte, kein Tabu scheuende Darstellung des Geschlechtswesens Frau mit hoher Abstraktionsfähigkeit schlüssig verbinden, zu den führenden Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland, die auch in der internationalen Szene beachtet wurden.
Der noch vom Künstler ins Leben gerufenen Wilhelm-Loth-Stiftung, deren Geschäftsführung bei der L-Bank in Karlsruhe liegt, vermachte der Bildhauer testamentarisch 30 Bronzen und ca. 3000 Originalzeichnungen und Aquarelle. Sie bilden den Grundstock der Stiftung für Ausstellungen, Leihgaben und für die Verbreitung des Werks in Publikationen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.wilhelm-loth.de.
Ansprechpartner:
Claudia Nikolaus
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