Hausaufgabe-, Sprach- und Lernhilfen (HSL)

Die Vermittlung von deutschen Sprachkenntnissen an Schülerinnen und Schüler bildet eine wichtige Grundlage für die gesellschaftliche Integration der Schülerinnen und Schüler und ihrer Familien. Den geförderten Schülerinnen und Schülern soll durch diese Maßnahmen die Integration in das deutsche Schul- und Bildungssystem sowie das Einüben sozialen Verhaltens ermöglicht beziehungsweise erleichtert werden. Die sonstigen Bemühungen um die sprachförderbedürftigen Schülerinnen und Schüler in der Schule sollen sinnvoll ergänzt werden.

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg hat im Jahr 2012 die bisherige Förderung umgestellt. Die bisherige vorschulische Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe wurde in das neue Förderprogramm Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf SPATZ integriert. Die außerschulische, außerunterrichtliche Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe bleibt als schulbegleitende HSL bestehen. Sie wurde auf eine gruppenbezogene Pauschalförderung umgestellt.

Wichtige Information des Kultusministeriums:

Angesichts der starken Zunahme der Zahl an Flüchtlingen, Asylbewerbern und Zuwanderern können für Schülerinnen und Schüler aus Vorbereitungsklassen und Vorbereitungskursen unter anderem auch an Realschulen und Gymnasien weiterhin (eigene) HSL-Fördergruppen eingerichtet werden.

Weitere Informationen entnehmen Sie dem Trägerschreiben des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport vom 20.06.2016. Dieses können Sie am Ende der Seite herunterladen.

Aktueller Hinweis:

Die Richtlinie vom 17.06.2014 des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport bleibt weiterhin unverändert gültig.

Wer wird gefördert?

Die Angaben auf dieser Internetseite dienen nur der ersten Orientierung. Maßgeblich für die Förderfähigkeit und die Förderbedingungen sind ausschließlich die ausführliche Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums über Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen der außerschulischen und außerunterrichtlichen (schulbegleitenden) Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe (HSL-Richtlinie) vom 17.06.2014 und das Trägerschreiben des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport vom 20.06.2016. Diese können Sie am Ende der Seite herunterladen.

Das Programm richtet sich an kommunale und freie Träger sowie andere geeignete natürliche und juristische Personen, wie zum Beispiel gemeinnützige Einrichtungen der Wohlfahrtspflege und eingetragene Vereine, die Hausaufgaben-, Sprach-, und Lernhilfen für förderberechtigte Schülerinnen und Schüler anbieten. In jedem Fall ist die Anlage Bestätigung der Schule zu verwenden, die im Bereich Downloads zur Verfügung steht.

Was wird gefördert?

Finanziert werden Maßnahmen der schulbegleitenden Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an zusätzlicher Sprachförderung, insbesondere für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Gefördert werden Schülerinnen und Schüler der Grundschule sowie der Klassenstufen 5 und 6 der Werkreal-/Hauptschulen, der Gemeinschaftsschulen, der Sonderschulen mit Bildungsgang Grundschule und der Förderschulen. Für Vorbereitungsklassen und Vorbereitungskurse sowie für Seiteneinsteiger können darüber hinaus auch Maßnahmen an anderen Schularten (Realschulen, Gymnasien) gefördert werden.

Gefördert werden soll die Vermittlung deutscher Sprachkenntnisse in Form der schulbegleitenden Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe. Die Förderung erfolgt überwiegend im Fach Deutsch nach einem ganzheitlichen Ansatz bzw. in den Fächern und Fächerverbünden zum Erwerb sprachlicher Kompetenz in Deutsch. Möglich ist auch die Anbindung der HSL-Förderung an ein schulisches Unterrichtsthema, da hierdurch der Spracherwerb noch besser erreicht werden kann. Fremdsprachen sind von einer Förderung ausgeschlossen.

Weitere Informationen finden Sie in der HSL-Richtlinie und im Trägerschreiben vom 20.06.2016 welche am Ende der Seite zum Herunterladen bereitstehen.

Wie wird gefördert?

Gruppenpauschale

Der Zuschuss des Kultusministeriums wird als Festbetrag für Fördergruppen gewährt. Eine Fördergruppe muss aus mindestens drei und höchstens sieben förderberechtigten Schülerinnen und Schülern bestehen (bei Seiteneinsteigergruppen mindestens zwei). Die Höhe der Zuwendung richtet sich nach dem Förderumfang. 

  • Bei Fördermaßnahmen von 54 bis 79 Zeitstunden beträgt der Zuschuss maximal 700 Euro.
  • Bei Fördermaßnahmen von 80 bis 119 Zeitstunden beträgt der Zuschuss maximal 850 Euro.
  • Bei Fördermaßnahmen von mehr als 119 Zeitstunden beträgt der Zuschuss maximal 1.000 Euro.

Durch die Besonderheiten in den Eingangsklassen 1 und 5 oder wegen neu hinzukommender Schülerinnen und Schüler können weitere Fördergruppen bis zum 1. Februar 2017 gebildet werden. Hier ist auch eine Beantragung zwischen 27 und 53 Zeitstunden mit maximal 350 Euro möglich.

Die Einteilung der förderberechtigten Schülerinnen und Schüler in Gruppen ist dabei so zu bemessen, dass bei der Förderung dem Grundsatz der sparsamen Verwendung von Fördermitteln Rechnung getragen wird. Hierzu ist unter Downloads ein Dokument mit Beispielen zur Teilung der Gruppen zu finden. Die tatsächliche Höhe der Zuwendungen hängt von den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln und dem Antragsvolumen ab und wird nach Ablauf der Antragsfrist berechnet.

Antragstellung

Die L-Bank ist vom Kultusministerium mit der Abwicklung der Förderung beauftragt. Alle Förderanträge sind fristgerecht bei der L-Bank einzureichen.

Ein Träger kann einen Antrag für mehrere Einrichtungen stellen. Für jede Fördergruppe ist dem Antrag eine eigene, vom Träger über all seine Einrichtungen hinweg durchnummerierte Anlage Fördergruppe HSL beizufügen.

Antragsfristen

Das Kultusministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass für die Bewilligungszeiträume die in der HSL-Richtlinie festgelegte Ausschlussfrist verbindlich ist.

  • Für den Zeitraum 01.08.2016 bis 31.07.2017 (Schuljahr 2016/2017) müssen die Anträge mit der/den Bestätigung/en der Schule/n bis spätestens 30. November 2016 bei der L-Bank vorliegen. 
  • Anträge mit einer Gruppenbildung bis zum 1. Februar 2017 (Nachantragsfrist) müssen bis spätestens 1. März 2017 bei der L-Bank vorliegen.

Die Antragstermine sind unbedingt einzuhalten. Anträge, die verspätet bei der L-Bank eingehen, werden nicht berücksichtigt (Ausschlussfrist).

Abweichend von Nummer 1.2 VV des Finanzministeriums zu § 44 LHO darf die Zuwendung auch für solche Vorhaben bewilligt werden, die bereits begonnen worden sind. Der Beginn erfolgt auf Risiko des Zuwendungsempfängers.


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