Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg

  • Förderung der Erstellung von gebäudeindividuellen energetischen Sanierungsfahrplänen (SFP) für Wohngebäude in Baden-Württemberg
  • Zuschuss pro Gebäude in Höhe von 200 Euro bis maximal 500 Euro

Hinweis:
Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat das Förderprogramm Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg eingestellt. Anträge auf Zuschüsse für Sanierungsfahrpläne können nicht mehr gestellt werden. Die Abrechnung der Zuschüsse ist noch im Jahr 2019 möglich.

Energetische Sanierungen von Bestandsgebäuden tragen dazu bei, CO2 -Mengen einzusparen, Energien effizienter zu nutzen und unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden. Der Sanierungsfahrplan-BW soll den Zustand eines Gebäudes analysieren und den Eigentümern eine kompakte und übersichtliche Information an die Hand geben. Er zeigt die notwendigen Sanierungsschritte, die richtige Reihenfolge und den besten Zeitpunkt zur Umsetzung der einzelnen Maßnahmen auf. Darüber hinaus informiert er über die geschätzten Kosten, die möglichen staatlichen Zuschüsse, die hiermit voraussichtlich erzielbaren Energie- und Kosteneinsparungen sowie die Verbesserung des Wohnkomforts.

Wer wird gefördert

Zuwendungsempfänger sind Ausstellungsberechtigte für SFP gemäß § 6 Absatz 1 Sanierungsfahrplan-Verordnung (SFP-VO) sowie deren Arbeitgeber.

Der Zuschuss ist in voller Höhe vom Zuwendungsempfänger (Energieberater) an den Beratungsempfänger weiterzugeben. Dies erfolgt durch Absetzung des Zuschusses von den Honorarkosten in der Rechnung. Der Beratungsempfänger bezahlt nur die reduzierten Honorarkosten.

Als Beratungsempfänger kommen Gebäudeeigentümer (natürliche Personen), Erbbauberechtigte, Wohneigentümergemeinschaften (WEG), von Gebäudeeigentümern beauftragte Dritte sowie Gebäudebesitzer als Mieter oder Pächter in Abstimmung mit dem Gebäudeeigentümer in Betracht.

Was wird gefördert

Gefördert wird die Erstellung von SFP gemäß den Vorgaben der SFP-VO für Wohngebäude in Baden-Württemberg, die unter den Geltungsbereich des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes fallen (siehe §§ 2 und 3 EWärmeG), wobei Wohngebäude Gebäude sind, die nach ihrer Zweckbestimmung mindestens zur Hälfte dem Wohnen dienen.

Die SFP-VO sowie einen Musterbericht SFP finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft unter:

www.sanierungsfahrplan-bw.de

Wie wird gefördert

Der Zuschuss wird als Festbetrag gewährt.

Pro Sanierungsfahrplan ermittelt sich die Höhe des Zuschusses wie folgt:

  • Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­ser: 200 Euro
  • Für Gebäude mit drei bis acht Wohn­ein­hei­ten erhöht sich der Zuschuss um 50 Euro je weiterer Wohn­ein­heit
  • Wohngebäude mit 8 oder mehr Wohneinheiten maximal 500 Euro
Zuschussbetrag je Gebäude

Ein-/Zwei-Fa­mi­li­en­häu­ser
Wohn­ge­bäu­de mit 3 WE
Wohn­ge­bäu­de mit 4 WE
Wohn­ge­bäu­de mit 5 WE
Wohn­ge­bäu­de mit 6 WE
Wohn­ge­bäu­de mit 7 WE
Wohn­ge­bäu­de mit 8 oder mehr WE
Zu­schuss­be­trag je Ge­bäu­de
200,00 EUR
250,00 EUR
300,00 EUR
350,00 EUR
400,00 EUR
450,00 EUR
500,00 EUR

Der Zuschuss je SFP darf 50 Prozent der Honorarkosten inklusive Mehrwertsteuer für die Erstellung des SFP nicht überschreiten.

Die Auszahlung erfolgt nach Vorlage und Prüfung des Verwendungsnachweises.

Antragstellung

Das Förderprogramm wurde zum Ende des Jahres 2018 eingestellt. Anträge auf Zuschüsse für Sanierungsfahrpläne können nicht mehr gestellt werden.

weitere Informationen

Achtung:
Der Beratungsvertrag zur Erstellung der SFP darf erst abgeschlossen werden, nachdem der Förderantrag gestellt wurde und der Zuwendungsempfänger den Zuwendungsbescheid der L-Bank erhalten hat.

Das Formular ERKLÄRUNG der Beratungsempfängerin/des Beratungsempfängers ist als Teil des Beratungsvertrags aufzunehmen und ein unterzeichnetes Exemplar mit dem Verwendungsnachweis der L-Bank vorzulegen.

Die Sanierungsfahrpläne müssen innerhalb von neun Monaten nach Vorliegen des Zuwendungsbescheides erstellt und dem Beratungsempfänger übergeben werden.

Bitte beachten Sie, dass pro Gebäude in einem Zeitraum von fünf Jahren nur ein SFP bezuschusst werden kann, soweit kein Eigentümerwechsel stattgefunden hat. Dies gilt auch, sofern eine vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geförderte Vor-Ort-Beratung für das Gebäude erfolgt ist.

Keine Förderung wird gewährt, wenn die Pflicht gemäß § 4 EWärmeG bereits vor Abschluss des Vertrages für die Erstellung des Sanierungsfahrplans entstanden ist und der Sanierungsfahrplan zur Erfüllung dieser Pflicht eingesetzt werden soll.

Die Nutzungspflicht nach § 4 EWärmeG entsteht beim Austausch eines zentralen Wärmeerzeugers. Wenn vor Abschluss des Vertrages zur Erstellung des Sanierungsfahrplans ein Heizungsaustausch beauftragt oder erfolgt ist und wenn der Sanierungsfahrplan zur Erfüllung der Nutzungspflicht eingesetzt werden soll, kann er nicht gefördert werden.

Die Verordnung der Landesregierung zum gebäudeindividuellen energetischen Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg (Sanierungsfahrplan-Verordnung – SFP-VO), das EWärmeG sowie weitere Informationen zum Thema finden Sie auf folgenden Internetseiten: