Digitalisierungsprämie 2018

  • Vorhaben zur Digitalisierung und Verbesserung der IKT-Sicherheit in Unternehmen
  • Finanzierung von Hard- und Software und damit verbundenen Dienstleistungen
  • Förderdarlehen mit Zinsverbilligung und Tilgungszuschuss

Die neue Digitalisierungsprämie verbindet die Zuschussförderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit einem zinsverbilligten Darlehen der L-Bank. Die Unternehmen erhalten den Zuschuss in Form eines Tilgungszuschusses, der die Rückzahlung des Darlehens mindert.

Anträge für die Digitalisierungsprämie können Sie ab dem 09.07.2018 bei Ihrer Hausbank stellen. Die Hausbank schließt auch den Darlehensvertrag mit Ihnen ab und zahlt das Darlehen an Sie aus.

Mit der Kombination aus Darlehen und Tilgungszuschuss legt das Wirtschaftsministerium die Digitalisierungsprämie erneut als Modellversuch auf. In dem ersten Modellversuch im Jahr 2017 erfolgte die Förderung als reiner Zuschuss.

Bitte beachten Sie:

Zuschüsse aus dem Modellversuch 2017 werden vom Bereich Finanzhilfen der L-Bank in Karlsruhe bearbeitet. Die Auszahlung  des Zuschusses erfolgt hier direkt durch die L-Bank. Weitere Informationen zu den Zuschüssen aus 2017 und den entsprechenden Auszahlungsantrag finden Sie hier .

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Freien Berufe
  • Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten (Teilzeitkräfte anteilig gerechnet)

Ein Unternehmen kann die Digitalisierungsprämie innerhalb von zwei Jahren nur einmal erhalten. Unternehmen, die bereits 2017 eine Digitalisierungsprämie erhalten haben, können also erst in 2019 nach Ablauf der zwei Jahre (gerechnet ab Datum des Zuschussbescheids) erneut einen Antrag stellen.

Was wird gefördert?

Förderfähige Vorhaben

Betriebliche Digitalisierungsvorhaben mit einem Kostenvolumen bis 100.000 Euro in den Bereichen:

  • Digitalisierung von Produktion und Verfahren
    (zum Beispiel 3D-Druck, mobile Betriebsgeräte zur Produktionssteuerung, e-commerce, e-procurement)
  • Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen
    (zum Beispiel digitale Plattformen, Fernwartung, Anwendung digitaler Standards)
  • Umsetzung von Strategien und Konzepten zur Digitalisierung
    (zum Beispiel IKT-Sicherheit, digitale Vertriebskanäle, Cloudtechnologie)

Eine vollständige Liste mit förderfähigen Vorhaben finden Sie im Programmmerkblatt (siehe Downloadbereich). Das Unternehmen gibt bei Antragstellung in der Anlage zum Antrag an, um welche Art von Digitalisierungsvorhaben es sich genau handelt. 

Die Vorhaben müssen einen erheblichen Digitalisierungsfortschritt für das Unternehmen bedeuten. Sie müssen am Standort Baden-Württemberg durchgeführt werden.

Förderfähige Kosten
  • Anschaffung von Hard- und Software

und mit der Anschaffung verbundene

  • Lizenz- und Systemservicegebühren
  • Dienstleistungen wie Migration der bisherigen Daten und Portierung der Softwarekomponenten
  • Schulungen der Mitarbeiter durch externe Dienstleister

Nicht gefördert werden

  • Eigenleistungen und Personalkosten des geförderten Unternehmens
  • Beschaffung von IT-Grundausstattung oder Ähnliches
  • Optimierung einer Website zur reinen Unternehmens- oder Produktdarstellung ohne Verknüpfung mit betrieblichen Abläufen oder Ähnliches

Wie wird gefördert?

Art der Finanzierung

Die Unternehmen erhalten über ihre Hausbank ein Darlehen mit verbilligten Sollzinsen und einem Tilgungszuschuss.

Finanzierungsanteil
  • Bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten
Bruttodarlehensbetrag
  • Mindestbetrag: 10.000 EUR
  • Höchstbetrag: 100.000 EUR
Laufzeitvarianten
Laufzeitvarianten Innovationsfinanzierung
Laufzeit (in Jahren)
davon tilgungsfrei
Sollzinsbindung (in Jahren)
5
0
5
7
0
7
10
0
10
Auszahlung
  • 100 %
  • Auszahlung in einem einzigen Betrag
  • Abruffrist: 3 Monate nach Darlehenszusage durch die L-Bank
Sollzinssätze
  • Die KfW verbilligt die Sollzinssätze aus ERP-Mitteln für die gesamte Laufzeit, maximal für 10 Jahre.
  • Der Sollzinssatz der Digitalisierungsprämie entspricht dem Sollzins des ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredits der KfW.
  • Der Sollzinssatz ist in der Regel für die gesamte Laufzeit gebunden (maximal 10 Jahre).
  • Es gilt das flexibilisierte risikogerechte Zinssystem (RGZS).
  • Zinstermine: vierteljährlich zum Quartalsende
Bereitstellungsprovision
  • Keine Bereitstellungszinsen
Tilgung
  • Vierteljährlich nachträglich in gleich hohen Raten zum Quartalsende
  • Außerplanmäßige Tilgungen sind gegen Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Der Tilgungszuschuss wird anteilig gekürzt.
Tilgungszuschuss

Alle Unternehmen erhalten einen Tilgungszuschuss in Abhängigkeit der Darlehenshöhe.

Höhe Tilgungszuschuss
Bruttodarlehensbetrag (in EUR)
Tilgungszuschuss
10.000 bis einschließlich 50.000
5.000 EUR
über 50.000 bis einschließlich 100.000
10 % des Bruttodarlehensbetrags

Ein Tilgungszuschuss stellt einen Teilschulderlass dar. Das Unternehmen muss also das Darlehen nicht vollständig zurückzahlen. Im Darlehensvertrag wird der Tilgungszuschuss zunächst unter Vorbehalt zugesagt. Erst wenn das Unternehmen im Verwendungsnachweis bestätigt, dass das Vorhaben wie geplant umgesetzt wurde, erhält das Unternehmen den Tilgungszuschuss. Die L-Bank schreibt den Tilgungszuschuss zum übernächsten Tilgungstermin gut, nachdem sie den Verwendungsnachweis abschließend geprüft hat. Der Tilgungszuschuss wird auf die letzten Raten angerechnet. Er verkürzt die Laufzeit des Darlehens.

Sicherheiten

Unternehmen und Hausbank vereinbaren eine bankübliche Besicherung.

EU-Beihilferecht

Die Digitalisierungsprämie enthält immer eine Beihilfe im Sinne der EU. Damit sind die beihilferechtlichen Anforderungen der EU zu erfüllen (siehe Ziffer 6 des Programmmerkblatts).

Ein Tilgungszuschuss stellt immer in voller Höhe eine Beihilfe dar. Daneben kann auch die Zinsverbilligung eine Beihilfe sein. Dies hängt jedoch vom konkreten Sollzinssatz ab. Ob die Zinsverbilligung aktuell eine Beihilfe ist, können Sie mit dem EU-Beihilfewertrechner der L-Bank feststellen. Wird dort ein positiver Beihilfewert ausgewiesen, enthält das Darlehen eine Beihilfe aufgrund der Zinsverbilligung. Dieser Wert muss zu dem Tilgungszuschuss addiert werden, um den gesamten Beihilfewert des Darlehens zu erhalten. Der Gesamtwert ist dann Grundlage für die beihilferechtliche Prüfung.

Die Digitalisierungsprämie wird auf Basis der De-minimis-Verordnung der EU (VO(EU) Nr. 1407/2013) zugesagt.

Antragstellung

Ab dem 09.07.2018 ist eine Antragstellung bei der Hausbank möglich.

Die Unternehmen stellen den Antrag bei ihrer Hausbank. Hausbank und Unternehmen füllen den Antrag gemeinsam aus. Die Hausbank leitet dann den Antrag, gegebenenfalls über das Zentralinstitut, weiter an die L-Bank.

Die L-Bank bearbeitet die Anträge in der Reihenfolge, in der sie vollständig bei ihr eingehen.

Bei Antragstellung bestätigt das Unternehmen auch in der Anlage zum Antrag, dass sein Vorhaben zu den förderfähigen Digitalisierungsvorhaben gehört.

Rechtzeitige Antragstellung bei der Hausbank

Erst wenn der Förderantrag (L-Bank-Vordruck 9078) bei der Hausbank unterschrieben ist, kann das Unternehmen mit dem Vorhaben beginnen und Aufträge vergeben oder Verträge abschließen.

Antragsunterlagen
  • Antragsformular für die Kreditprogramme des Landes und das ELR-Programm (L-Bank-Vordruck 9078)
  • Anlage zum Antrag Digitalisierungsprämie (L-Bank-Vordruck 9078-6)
  • De-minimis-Erklärung (L-Bank-Vordruck 1332)

Alle Formulare sind bei den Hausbanken vorrätig oder in deren EDV-System elektronisch hinterlegt. Außerdem stehen sie unten im Download-Bereich als ausfüllbare PDF-Datei zur Verfügung.

Oder Sie nutzen unsere neuen Formularassistenten zum Ausfüllen der Formulare. Über Eingabemasken können Sie Schritt für Schritt die Daten online eingeben und auch zwischenspeichern. Am Ende wird das Formular automatisch befüllt. Sie können es dann ausdrucken, unterschreiben und über die Hausbank bei der L-Bank einreichen.

Zum Formularassistenten De-minimis-Erklärung (Vordruck Nr. 1332)

Aktuelle Zinssätze und Tilgungszuschüsse

Für die Förderkredite gilt das flexibilisierte risikogerechte Zinssystem . In der Konditionenübersicht sind neben den aktuellen Zinssätzen auch die Tilgungszuschüsse ausgewiesen.


Download Konditionenübersicht

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Wirtschaftsförderung – Konditionen

Datum: 16.07.2018

Konditionen-Gesamtübersicht für die Förderprogramme für gewerbliche Unternehmen und Freiberufler| Enthalten sind die aktuellen Zinssätze und gegebenenfalls die aktuellen Tilgungszuschüsse für folgende Programme: ELR-Kombi-Darlehen, Gründungsfinanzierung, Investitionsfinanzierung, Liquiditätskredit, Ressourceneffizienzfinanzierung, Kombi-Darlehen Ressourceneffizienz, Startfinanzierung 80, Tourismusfinanzierung, Wachstumsfinanzierung, Weiterbildungsfinanzierung 4.0, Digitalisierungsprämie

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Downloadbereich

Downloads Antragsformulare und Merkblätter

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Anlage zum Antrag Digitalisierungsprämie

Datum: 09.07.2018

Anlage zum Kreditantrag | auszufüllen vom Antragsteller: Spezifizierung des Digitalisierungsvorhabens sowie der Kosten und Bestätigung der Einhaltung der Fördervoraussetzungen | über die Hausbank bei der L-Bank einzureichen | gültig für das Programm Digitalisierungsprämie | Antragstellung bei der Hausbank ab 09.07.2018 möglich | Vordruck 9078-6

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Produktspezifische Datenschutzhinweise des Bereichs Wirtschaftsförderung

Datum: 25.05.2018

Produktspezifische Datenschutzhinweise des Bereichs Wirtschaftsförderung der L-Bank | Die Hausbank stellt ihren Kunden diese Datenschutzhinweise bei Antragstellung zur Verfügung. Bei Zuschüssen muss der Antragsteller die Informationen selbst herunterladen. | Der Antragsteller bestätigt auf dem Antragsformular, dass er die Datenschutzhinweise zur Kenntnis genommen hat | zu verwenden für alle Darlehensprogramme im Hausbankenverfahren und für Zuschüsse im ELR-Programm und in der Busförderung | Vordruck 1420

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De-minimis-Erklärung

Datum: 01.02.2018

De-minimis-Erklärung (L-Bank-Vordruck Nr. 1332) | Auch als Formularassistent verfügbar | Sie ist in folgenden Programmen mit dem Förderantrag einzureichen: (1) Für bestimmte Vorhabens- oder Kostenarten in der (1a) Gründungsfinanzierung, (1b) Wachstumsfinanzierung, (1c) Ressourceneffizienzfinanzierung, (1d) Kombi-Darlehen Ressourceneffizienz  (2) Startfinanzierung 80 (3) Investitionsfinanzierung (4) Agrar- und Ernährungswirtschaft – Betriebsmittel (5) Bürgschaftsprogramm: Finanzierung von Vereinsstätten (6) Weiterbildungsfinanzierung 4.0 (7) für ELR-Zuschüsse für private wohnwirtschaftliche Vorhaben zur Vermietung sowie bei EU-Kofinanzierung LEADER (8) Neue Energien (9) Digitalisierungsprämie (10) MikroCrowd

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Kooperation mit der KfW

Die L-Bank bietet die Digitalisierungsprämie in Zusammenarbeit mit der KfW an. Grundlage ist das KfW-Programm ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit (KfW-Programm-Nummer 380). Die L-Bank bietet zusätzlich einen Tilgungszuschuss aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.