Tourismusfinanzierung

  • Förderung von Investitionen zur Umgestaltung oder Modernisierung bestehender Tourismusbetriebe
  • Finanzierung über ein langfristiges Darlehen mit Zinsverbilligung

Tourismusbetriebe wie Hotels, Gaststätten oder Kurbetriebe erhalten langfristige Förderdarlehen. Sie können damit vor allem die Modernisierung von Gebäuden und Außenanlagen günstig finanzieren.

Anwendung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ab 25.05.2018

Die EU-Datenschutzgrundverordnung tritt am 25.05.2018 in Kraft. Daraus ergeben sich folgende Änderungen:

  • Die L-Bank hat für die Förderdarlehen im Hausbankenverfahren Datenschutzhinweise zusammengestellt, die so genannten Produktspezifischen Datenschutzhinweise des Bereichs Wirtschaftsförderung. Mit diesen Hinweisen informiert die L-Bank ihre Kunden darüber, welche Daten sie von ihnen zu welchen Zwecken und auf welcher Rechtsgrundlage verarbeitet, von wem sie Daten erhält und an wen sie Daten weitergibt. Damit erfüllt die L-Bank die umfangreichen Informationspflichten gemäß Art.13 bzw. 14 DSGVO.
  • Die DSGVO sieht vor, dass die Kunden schon bei der Datenerfassung über die weitere Verarbeitung der Daten informiert werden. Daher muss die Hausbank den Antragstellern die produktspezifischen Datenschutzhinweise der L-Bank zur Verfügung stellen, wenn sie zusammen mit ihnen den Förderantrag ausfüllt. Da die L-Bank die Tourismusfinanzierung bei der KfW refinanziert, muss der Antragsteller zusätzlich die produktspezifischen Datenschutzhinweise der KfW für die KfW-Programme ERP-Gründerkredit Universell, KfW-Unternehmerkredit und so weiter erhalten.
  • Im Antragsformular bestätigt der Antragsteller, dass er die Datenschutzhinweise der L-Bank und der KfW zur Kenntnis genommen hat. Dazu wurden die Erklärungen des Antragstellers zum Datenschutz in den Antragsformularen der L-Bank überarbeitet. Die bisherige Einverständniserklärung zur Datenverarbeitung entfällt.
  • Die Produktspezifischen Datenschutzhinweise des Bereichs Wirtschaftsförderung stehen im Download-Bereich zur Verfügung. Die neuen Antragsformulare sind ab sofort im Expertenportal verfügbar. Wenn Sie einen Antrag stellen wollen, der nach dem 24.05.2018 bei der L-Bank eingehen wird, verwenden Sie bitte schon das neue Formular. Im allgemeinen Internetauftritt der L-Bank wird das neue Formular zum 25.05.2018 freigeschaltet.
  • Die Produktspezifischen Datenschutzhinweise der KfW für die Programme ERP-Gründerkredit Universell, KfW-Unternehmerkredit und so weiter sind im KfW-Partnerportal verfügbar.

Prozessvereinfachung für die Hausbanken ab 23.10.2017

Bei Förderdarlehen im Hausbankenverfahren überprüft die Hausbank die Verwendung der Fördermittel. Zur Dokumentation dieser Prüfung setzt die L-Bank das Formular Verwendungsnachweis für Darlehen der L-Bank ein, das Unternehmen und Hausbank gemeinsam ausfüllen. Ab sofort muss die Hausbank das Formular Verwendungsnachweis nicht mehr bei der L-Bank einreichen, sofern das geförderte Vorhaben planmäßig durchgeführt wurde. Nur bei subventionsrelevanten Änderungen benötigt die L-Bank weiterhin das Formular. Dies gilt sowohl für alle bestehenden Darlehen der Tourismusfinanzierung (also Darlehenszusagen vor dem 23.10.2017) als auch für alle Neuzusagen.

Für die Unternehmen ändert sich nichts. Sie müssen nach wie vor nach Abschluss des Vorhabens das Formular Verwendungsnachweis ausfüllen und bei ihrer Hausbank vorlegen.

Das Programmmerkblatt wird aus technischen Gründen erst zum 01.02.2018 angepasst.

Mehr Informationen finden Hausbanken im Expertenportal der L-Bank in der Rubrik Förderwissen & Rechner unter dem Stichwort Mittelverwendungskontrolle. Falls Sie noch keine Zugriffsberechtigung auf das Expertenportal haben, lassen Sie sich unter diesem Link einfach und schnell registrieren.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden mittelständische Tourismusbetriebe wie zum Beispiel Hotels, Gaststätten oder Kurbetriebe in Gegenden, die vom Land offiziell als baden-württembergisches Tourismusgebiet anerkannt sind.

Wer und was im Tourismusfinanzierung gefördert werden kann, hängt davon ab, wo das Vorhaben geplant ist. Denn der Tourismusfinanzierung liegt eine Einteilung in drei unterschiedliche Kategorien der Gebiete zugrunde:

  • Ferienerholungsgebiete
  • Naherholungsgebiete
  • Kurerholungsgebiete

Folgende Unternehmen können gefördert werden, sofern es sich um mittelständische Unternehmen handelt:

  • Hotels in Gebieten der Ferienerholung und der Kurerholung, nicht jedoch der Naherholung
  • Gaststätten in Gebieten der Ferienerholung, der Naherholung und der Kurerholung
  • Betriebe des Kurwesens (Kurheime, Sanatorien, Kurkliniken) in Kurerholungsgebieten
  • Camping plätze in Gebieten der Ferienerholung und der Kurerholung
  • Sonderformen des Gastgewerbes wie zum Beispiel: gewerblich betriebene Ferienwohnungen in Gebieten der Ferienerholung, der Naherholung und der Kurerholung

In Ausnahmefällen können Hotels und Gaststätten auch außerhalb der genannten drei Gebietskategorien gefördert werden. Dies gilt vor allem für Gebiete mit hohem Ausländer- oder Kongressreiseverkehr. 

Das Merkblatt zur Tourismusfinanzierung enthält eine Liste mit den Regionen, die zu den einzelnen Kategorien an Erholungsgebieten gehören (als PDF-Datei im Download-Bereich verfügbar).

Was wird gefördert?

Gefördert werden vor allem Investitionen zur Umgestaltung oder Modernisierung bestehender Betriebe in Baden-Württemberg.

Welche Vorhaben von welchen Unternehmen genau gefördert werden können, hängt von der Gebietskategorie ab:

Hotels, Gaststätten und Campingplätze in Gebieten der Ferienerholung und der Kurerholung:          
  • Modernisierung
  • Erweiterung in Kombination mit Modernisierung
  • Ausnahmefällen auch reine Erweiterung, Errichtung neuer Betriebe oder Übernahme bestehender Betriebe
Gaststätten in Naherholungsgebieten:
  • Modernisierung
  • Erweiterung
  • Errichtung neuer Betriebe
    nicht: Übernahme bestehender Betriebe
Kurheime, Sanatorien und Kurkliniken in Kurerholungsgebieten:
  • nur Modernisierung
Sonderformen des Gastgewerbes 
  • Modernisierung
  • Erweiterung
  • Errichtung neuer Betriebe
Förderfähige Kosten 

Im Rahmen dieser Vorhaben werden nur Kosten für Investitionen in das Anlagevermögen finanziert. Dies sind Kosten für Grundstücke, Gebäude, Baumaßnahmen im Innen- und Außenbereich, Einrichtungen, bei Betriebsübernahmen auch der Übernahmepreis.

Wie wird gefördert?

Art der Finanzierung

Die Unternehmen erhalten ein langfristiges Darlehen mit Zinsverbilligung.

Finanzierungsanteil
  • Bis zu 75 % der anrechenbaren Investitionskosten 
Bruttodarlehensbeträge
  • Mindestbetrag: 10.000 Euro (in der Regel)
  • Höchstbetrag: 5 Mio. EUR
Laufzeitvarianten 
Kreditlaufzeiten, tilgungsfreie Jahre und Zinsbindungsfristen im Tourismusförderprogramm
Laufzeit (in Jahren)
tilgungsfreie Jahre
Sollzinsbindung (in Jahren)
  5  0, 1   5
  8  0, 1 oder 2   8
 10  0, 1 oder 2
 10
 15
 0, 1 oder 2
 10
 20  0, 1, 2 oder 3
 10
Auszahlung
  • 100 %

Sollzinssätze
  • Das Land verbilligt alle Darlehen der Tourismusfinanzierung zusätzlich.
  • Diese Zinsverbilligung gilt für die gesamte Laufzeit, außer bei 15- und 20-jährigen Darlehen. Hier gilt sie nur für die ersten 10 Jahre.
  • Der Sollzinssatz ist in der Regel für die gesamte Laufzeit gebunden, maximal aber für den Zeitraum der Zinsverbilligung.
  • Es gilt das flexibilisierte risikogerechte Zinssystem (RGZS).
  • Zinstermine: vierteljährlich zum Quartalsende
Bereitstellungsprovision
  • Keine Bereitstellungszinsen für ein Jahr ab der Darlehenszusage der L-Bank
  • 0,25 % pro Monat auf Darlehensbeträge, die ein Jahr nach der Darlehenszusage der L-Bank noch nicht abgerufen sind.
Tilgung
  • Nach Ablauf der tilgungsfreien Jahre vierteljährlich in gleich hohen Raten zum Quartalsende
Sicherheiten

Unternehmen und Hausbank vereinbaren eine bankübliche Besicherung. Denn in der Regel übernimmt die Hausbank gegenüber der L-Bank die volle Haftung dafür, dass das Darlehen zurückgezahlt wird. 

Reichen der Hausbank die Sicherheiten für eine bankübliche Besicherung nicht aus, ist eine Risikoübernahme ( öffentliche Bürgschaft ) durch die Bürgschaftsbank oder die L-Bank möglich. Für Kreditbeträge bis 2,5 Mio. EUR können kleine und mittlere Unternehmen auch eine standardisierte Kombi-Bürgschaft 50 beantragen.

Antragstellung

Hausbankenverfahren

Die Unternehmen beantragen die Förderdarlehen über ihre Hausbank. Die Hausbanken leiten den Antrag, eventuell über ihr Zentralinstitut, an die L-Bank weiter.

Antragsunterlagen
  • L-Bank-Formular Antrag für die Kreditprogramme des Landes und das ELR-Programm (Vordruck Nr. 9078, als PDF-Datei im Download-Bereich verfügbar)
Rechtzeitige Antragstellung bei der Hausbank (Änderung zum 01.01.2015)

Das Unternehmen muss den Förderantrag auf dem Formular der L-Bank vor Vorhabensbeginn bei der Hausbank stellen und unterschreiben. Erst danach kann das Unternehmen Aufträge vergeben und Verträge abschließen.

Unternehmen und Hausbank können zunächst auch ein verkürztes Antragsformular, den Beihilfeantrag für das Fördergeschäft (L-Bank-Vordruck-Nr. 9087), vollständig ausfüllen und gemeinsam unterschreiben. Auch dies gilt als Antragstellung im Sinne des EU-Beihilferechts, so dass das Unternehmen danach mit dem Vorhaben beginnen kann. Der Beihilfeantrag verbleibt bei der Hausbank. Er ersetzt das formlos dokumentierte Finanzierungsgespräch bei der Hausbank, das bis Ende 2014 ebenfalls als Antragstellung anerkannt werden konnte.

Aktuelle Zinssätze

Für die Förderkredite gilt das flexibilisierte risikogerechte Zinssystem .


Download Konditionenübersichten

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Wirtschaftsförderung – Konditionen

Datum: 23.05.2018

Konditionen-Gesamtübersicht für die Förderprogramme für gewerbliche Unternehmen und Freiberufler| Enthalten sind die aktuellen Zinssätze und gegebenenfalls die aktuellen Tilgungszuschüsse für folgende Programme: ELR-Kombi-Darlehen, Gründungsfinanzierung, Innovationsfinanzierung 4.0, Investitionsfinanzierung, Liquiditätskredit, Ressourceneffizienzfinanzierung, Kombi-Darlehen Ressourceneffizienz, Startfinanzierung 80, Tourismusfinanzierung, Wachstumsfinanzierung, Weiterbildungsfinanzierung 4.0

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Download-Bereich

Downloads - Antragsformulare

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Beihilfeantrag für das Fördergeschäft

Datum: 01.07.2015

Beihilfeantrag für das Fördergeschäft, Vordruck Nr. 9087 Der Beihilfeantrag kann für eine frist- und formgerechte Antragstellung vor dem eigentlichen L-Bank-Förderantrag genutzt werden. Der Vordruck verbleibt bei der Hausbank. Einsetzbar für die Programme: Gründungsfinanzierung | Wachstumsfinanzierung | Ressourceneffizienzfinanzierung | Liquiditätskredit | Innovationsfinanzierung 4.0 | Startfinanzierung 80 | Tourismusfinanzierung | ELR-Kombi-Darlehen | Ressourceneffizienzfinanzierung-ELR-Kombi | Landwirtschaft | Agrar-und Ernährungswirtschaft | Neue Energien

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Produktspezifische Datenschutzhinweise des Bereichs Wirtschaftsförderung

Datum: 25.05.2018

Produktspezifische Datenschutzhinweise des Bereichs Wirtschaftsförderung der L-Bank | Die Hausbank stellt ihren Kunden diese Datenschutzhinweise bei Antragstellung zur Verfügung. Bei Zuschüssen muss der Antragsteller die Informationen selbst herunterladen. | Der Antragsteller bestätigt auf dem Antragsformular, dass er die Datenschutzhinweise zur Kenntnis genommen hat | zu verwenden für alle Darlehensprogramme im Hausbankenverfahren und für Zuschüsse im ELR-Programm und in der Busförderung | Vordruck 1420

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Kooperation mit der KfW

Die L-Bank bietet die Tourismusfinanzierung in Zusammenarbeit mit der KfW an. Grundlage ist der KfW-Unternehmerkredit – KMU-Variante . Die L-Bank verbilligt die ohnehin günstigen Sollzinssätze dieses Programms zusätzlich. Außerdem verzichtet die L-Bank für ein ganzes Jahr auf Bereitstellungszinsen.