Bilanzierung von Treibhausgasemissionen in der Gesamtkommune
Zuwendungsfähig sind Beratungsleistungen zur Bilanzierung der Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) in der Gesamtkommune. Die Zuwendung wird als Projektförderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses im Wege der Anteilsfinanzierung gewährt. Gewährt wird eine Förderung in Höhe von 75 % des Tagessatzes, maximal 750 € pro Tag für mindestens zwei, höchstens sechs Arbeitstage.
Gebäudesteckbriefe zur Erstellung einer kommunalen Gebäudesanierungsstrategie
Zuwendungsfähig sind Beratungsleistungen für das Erstellen von Gebäudesteckbriefen einschließlich einer möglichen Ableitung und Priorisierung von Sanierungsmaßnahmen. Pro kommunalem Gebäude werden als Projektförderung in Form eines nicht zurückzahlbaren pauschalen Zuschusses im Wege der Anteilsfinanzierung 300 € gewährt. Die Förderung ist auf eine Fördersumme von mindestens 3.000 € und maximal 50.000 € je Antrag beschränkt.
Kommunales Energiemanagement
Zuwendungsfähig ist die Beratung und Begleitung bei der erstmaligen Einführung und dem erstmaligen Betrieb eines kommunalen Energiemanagements. Diese muss die oben genannten Förderinhalte umfassen und hersteller-, anbieter-, produkt- und vertriebsneutral sein. Die Durchführung muss durch Beratende mit einschlägiger Fachkompetenz bzw. Qualifikation erfolgen. Gesetzlich verpflichtende Maßnahmen sind nicht förderberechtigt. Die Zuwendung wird als Projektförderung in Form eines nicht zurückzahlbaren Zuschusses im Wege der Anteilsfinanzierung gewährt.
Der Fördersatz beträgt 75 % des Tagessatzes, maximal 750 € pro Tag, für mindestens sieben, höchstens 30 Arbeitstage. Für das ergänzende externe Audit werden als Projektförderung in Form eines nicht zurückzahlbaren pauschalen Zuschusses im Wege der Anteilsfinanzierung 1.000 € gewährt.
Prozessmanagement-Instrument für eine netto-treibhausgasneutrale Kommunalverwaltung
Zuwendungsfähig ist die Beratung und Begleitung bei der erstmaligen Einführung und dem erstmaligen Betrieb eines Prozessmanagement-Instruments für eine netto-treibhausgasneutrale Kommunalverwaltung. Dieses muss die oben genannten Förderinhalte umfassen. Die Beratung muss hersteller-, anbieter-, produkt- und vertriebsneutral durch Beratende durchgeführt werden, die für das verwendete Managementsystem qualifiziert sind. Die Zuwendung wird als Projektförderung in Form eines nicht zurückzahlbaren Zuschusses im Wege der Anteilsfinanzierung gewährt.
Der Fördersatz beträgt 75 % des Tagessatzes, maximal 750 € pro Tag, für mindestens sieben, höchstens 30 Arbeitstage. Für das ergänzende externe Audit werden als Projektförderung in Form eines nicht zurückzahlbaren pauschalen Zuschusses im Wege der Anteilsfinanzierung 2.000 € gewährt.
Qualitätsmanagement-Verfahren mit Klimaschutzbezug
Zuwendungsfähig sind Beratungsleistungen zur Unterstützung der Kommunen bei der Nutzung von einschlägigen Qualitätsmanagement-Verfahren. Die Zuwendung wird als Projektförderung in Form eines nicht zurückzahlbaren Zuschusses im Wege der Anteilsfinanzierung gewährt.
Der Fördersatz beträgt 75 % des Tagessatzes, maximal 750 € pro Tag, für mindestens sieben, höchstens 16 Arbeitstage je nach Betrachtungstiefe und Umfang des Qualitätsmanagementverfahrens. Für das ergänzende externe Audit bis zum Ablauf des Bewilligungszeitraumes werden als Projektförderung in Form eines nicht zurückzahlbaren pauschalen Zuschusses im Wege der Anteilsfinanzierung bis zu 3.000 € gewährt.
Entwicklung und Anbahnung von Projekten im Bereich der netto-treibhausgasneutralen Kommunalverwaltung
Zuwendungsfähig sind Beratungsleistungen zur Unterstützung der Kommunen zu den folgenden Förderschwerpunkten:
1. Energetische Sanierung von kommunalen Gebäuden, insbesondere bei der Vorbereitung von Ausschreibungen, Unterstützung bei der Antragstellung für Förderprogramme;
2. Nutzung von Abwärme oder Umweltwärme, insbesondere Erhebung und Bewertung von Potenzialen und Maßnahmen sowie Vorbereitung der Ausschreibung von Machbarkeitsstudien oder Planungsaufträgen inkl. Prüfung einer möglichen Nutzung extern anfallender Abwärme Dritter für kommunale Gebäude;
3. Nutzung von Contracting für kommunale Gebäude, insbesondere Potenzial- und Machbarkeitsanalyse (inklusive Wirtschaftlichkeitsvergleich zwischen Contracting und Eigenlösung) sowie Vorbereitung und Durchführung der Ausschreibung bis zum Vertragsabschluss.
Die Zuwendung wird als Projektförderung in Form eines nicht zurückzahlbaren Zuschusses im Wege der Anteilsfinanzierung gewährt. Der Fördersatz beträgt 75 % des Tagessatzes, maximal 750 € pro Tag; der maximale Zuschuss beträgt 50.000 €.
Kommunikation zwischen Kommune und Bürgerschaft
Zuwendungsfähig sind Sachausgaben sowie externe Dienstleistungen zu folgenden Förderschwerpunkten:
a. das Erstellen eines neuen Konzepts zur Kommunikation durch oder in Zusammenwirken mit einem externen Dienstleister. Zuwendungsvoraussetzung ist, dass die im Konzept enthaltenen Maßnahmen einen Umsetzungszeitraum von mindestens 12 bis 24 Monaten umfassen;
b. Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen zur Klimakommunikation, die durch das oberste kommunale Gremium grundsätzlich beschlossen wurden. Ebenfalls umfasst dies Maßnahmen, die zur Umsetzung eines von diesem Gremium beschlossenem Kommunikationskonzepts dienen. Zu den zuwendungsfähigen Formaten gehören beispielsweise Informationsveranstaltungen (wie Messen, Kongresse, Exkursionen), Informationsprodukte (wie Flyer, Broschüren, Social-Media-Beiträge) und Beteiligungsworkshops und –veranstaltungen.
Die Zuwendung wird jeweils als Projektförderung in Form eines nicht zurückzahlbaren Zuschusses im Wege der Anteilsfinanzierung in Höhe von 80 % der Kosten gewährt. Die Zuwendung beträgt jeweils mindestens 2.000 €, höchstens 5.000 €. Innerhalb von 24 Monaten kann maximal jeweils nur ein Antrag für die Fördertatbestände 2.7.2 a. und 2.7.2 b. oder zwei Anträge für unterschiedliche Kommunikationsmaßnahmen im Fördertatbestand 2.7.2.b. gestellt werden.