Förderung des Erwerbs von Genossenschaftsanteilen für selbstgenutzten Wohnraum

  • Mitglied einer Wohnungsgenossenschaft werden und so das Anrecht auf Überlassung einer Wohnung erwerben
  • Finanzierung der Kosten für den Erwerb der Genossenschaftsanteile mit zinsverbilligten G 15-Darlehen oder Zuschüssen

Das Land Baden-Württemberg fördert im Förderprogramm Wohnungsbau BW mit zinsverbilligten G 15-Darlehen oder Zuschüssen private Haushalte, die Mitglied einer Wohnungsgenossenschaft werden und so das Anrecht auf Überlassung einer Wohnung erwerben möchten.

Die Darlehen vergibt die L-Bank direkt an die Haushalte. Die L-Bank erhält hierfür von der KfW zinsgünstige Refinanzierungsmittel aus dem KfW-Wohneigentumsprogramm – Genossenschaftsanteile.

Wer wird von uns gefördert?

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, die auf ihren Namen Anteile einer Wohnungsgenossenschaft erwerben möchten, um das Anrecht auf Überlassung einer Wohnung zu erwerben.

Der Haushalt darf bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten, muss aber die finanzielle Belastung aus dem Förderdarlehen auf Dauer tragen können. Die L-Bank prüft dies anhand einer Belastungstabelle auf der Grundlage Ihrer Angaben im Antragsformular.

Die genauen Einkommensgrenzen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt, das im Downloadbereich eingestellt ist.

Es werden nur Personen gefördert, die nicht über angemessenes Wohneigentum für ihre aktuelle oder künftige Situation verfügen.

Was wird von uns gefördert?

Gefördert wird die Zeichnung von Genossenschaftsanteilen, um Mitglied einer Wohnungsgenossenschaft zu werden und das Anrecht auf Überlassung einer Wohnung zu erwerben.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Maßnahme die aktuellen Anforderungen des KfW-Programms KfW-Wohneigentumsprogramm – Genossenschaftsanteile erfüllt.

Im Falle von Wohnungsgenossenschaften, bei denen die Größe der Wohnung in die Zeichnung der notwendigen Genossenschaftsanteile eingeht, darf die Größe zudem nicht unangemessen sein. Als angemessen gilt regelmäßig eine Wohnfläche von 95 m² für einen 4-Personen-Haushalt. Bei mehr als 4 Personen erhöht sich die Wohnfläche um 15 m² pro Person, bei weniger Personen verringert sie sich um 15 m² pro Person.

Welche Förderung können Sie erhalten?

Die Förderung erfolgt in Form eines zinsverbilligten G 15-Darlehens. Alternativ ist auch ein Zuschuss, der sich aus dem Bruttodarlehensbetrag errechnet, möglich. Den aktuellen Umrechnungsfaktor können Sie der Konditionenübersicht im Downloadbereich weiter unten auf dieser Seite entnehmen.

Das Darlehen kann bis zu 100 Prozent der Kosten für den Erwerb der Genossenschaftsanteile betragen. Der Bruttodarlehensbetrag beträgt jedoch mindestens 1.000 Euro und maximal 50.000 Euro je Haushalt.

Konditionen der G 15-Darlehen

Die aktuellen Sollzinssätze können Sie der Konditionenübersicht im Downloadbereich weiter unten auf dieser Seite entnehmen oder telefonisch unter 0711 122-2414 erfragen.

Die G 15-Darlehen nach dem Förderprogramm Wohnungsbau BW 2017 werden grundsätzlich mit dem zum Zeitpunkt des Antragseingangs bei der Wohnraumförderstelle geltenden verbilligten Programmzinssatz zugesagt; gilt am Tag der Zusage durch die L-Bank für Neuanträge ein günstigerer verbilligter Zinssatz, so gilt dieser günstigere verbilligte Sollzinssatz.

Die Darlehen haben wahlweise eine Laufzeit von 15 oder 20 Jahren bei jeweils 2 tilgungsfreien Anlaufjahren.

Wo und wie können Sie die Förderung beantragen?

Den Antrag auf Förderung des Erwerbs von Genossenschaftsanteilen für selbstgenutzten Wohnraum stellen Sie bei der Wohnraumförderungsstelle des Landratsamtes beziehungsweise in den Stadtkreisen beim Bürgermeisteramt des Ortes, in dem Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung Ihren Wohnsitz haben. Falls ein solcher im Land bislang nicht gegeben ist, ist für die Bestimmung der zuständigen Wohnraumförderungsstelle der Sitz der betreffenden Wohnungsgenossenschaft maßgeblich.

Die Wohnraumförderungsstellen nehmen die Anträge entgegen und prüfen, ob der Förderantrag vollständig ist und ob die Voraussetzungen für die Förderung grundsätzlich erfüllt sind. Wenn dies der Fall ist, leiten sie den Antrag an die L-Bank weiter. Die L-Bank entscheidet über die Bewilligung, wobei auch Informationen wie zum Beispiel die Schufa-Auskunft und Ihre Kreditsicherheiten berücksichtigt werden.

Zur Beantragung der Förderung dient der Antrag auf Förderung des Erwerbs von Genossenschaftsanteilen für selbstgenutzten Wohnraum (Vordruck 9019), den Sie im Downloadbereich weiter unten auf dieser Seite herunterladen können.


Bitte beachten Sie unbedingt:

Erst wenn der vollständig ausgefüllte und unterschriebene Antrag bei der Wohnraumförderstelle eingegangen ist, dürfen Sie auf eigenes Risiko mit dem Vorhaben beginnen.

Als Vorhabensbeginn gilt die Zeichnung der zu erwerbenden Genossenschaftsanteile.

Kombination mit anderen Förderprogrammen

Die Förderung des Erwerbs von Genossenschaftsanteilen für selbstgenutzten Wohnraum kann grundsätzlich zusammen mit anderen Förderprogrammen in die Gesamtfinanzierung eingebunden werden.

Es gilt der Grundsatz, dass die Fördergelder aus öffentlichen Mitteln die förderfähigen Gesamtkosten des Vorhabens nicht überschreiten dürfen. Die Förderung des Erwerbs von Genossenschaftsanteilen für selbstgenutzten Wohnraum zählt zu den öffentlichen Mitteln.

Ausgeschlossen ist eine Kombination mit dem KfW-Wohneigentumsprogramm.


Downloadbereich

Die wichtigsten Informationen zur Förderung des Erwerbs von Genossenschaftsanteilen für selbstgenutzten Wohnraum finden Sie im Merkblatt, das Sie hier herunterladen können. Daneben finden Sie hier auch die aktuelle Konditionenübersicht und den Antragsvordruck.

Den vollständigen Wortlaut des Förderprogramms Wohnungsbau BW 2017 können Sie in der entsprechenden Verwaltungsvorschrift nachlesen, veröffentlicht im Gemeinsamen Amtsblatt von Baden-Württemberg.