Eigentumsfinanzierung BW – Z 15-Darlehen

  • langfristige Darlehen mit Zinsverbilligung aus Mitteln des Landes
  • ab 0,75 % Sollzins in der Basisförderung
  • ab 0,00 % Sollzins in der Zusatzförderung

Die Eigentumsfinanzierung BW – Z 15-Darlehen hilft Familien im Rahmen der Basisförderung des Landeswohnraumförderungsprogramms auf ihrem Weg in die eigenen vier Wände. Für die energetische Sanierung von älteren Gebäuden und für den Abbau von Barrieren steht die Eigentumsfinanzierung BW – Zusatzförderung zur Verfügung. Schwerbehinderte Menschen mit speziellen Wohnbedürfnissen können besondere Förderangebote nutzen.

Die L-Bank bietet die Eigentumsfinanzierung BW in Kooperation mit der KfW an.

Eigentumsfinanzierung BW – Basisförderung

Mit der Eigentumsfinanzierung BW – Basisförderung unterstützt das Land Baden-Württemberg Familien mit Kindern beim Kauf oder Erwerb eines Eigenheims mit langfristigen, zinsverbilligten Z 15-Darlehen.

Wer wird von uns gefördert?

Mit der Eigentumsfinanzierung BW – Z 15-Darlehen unterstützen wir Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind.

Gefördert werden Bauherren, Erwerber oder Eigentümer, die die geförderte Immobilie auch selbst bewohnen. Sie dürfen für ihre aktuelle oder zukünftige Familiensituation noch kein angemessenes Wohneigentum besitzen.

Der Haushalt darf bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten, muss aber die finanzielle Belastung aus dem Förderdarlehen auf Dauer tragen ( Belastungs­tabelle ) und einen Teil der Kosten mit eigenen Mitteln ( Eigen­leistungen ) finanzieren können.

Die genauen Einkommensgrenzen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt, das im Download-Bereich eingestellt ist.

Haushalte, in denen schwerbehinderte Menschen leben, können auch ohne Kinder eine Förderung erhalten.

Was wird von uns gefördert?

Gefördert werden zur Selbstnutzung der Bau oder Erwerb von Wohnhäusern und Eigentumswohnungen sowie Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen an bestehenden Immobilien zur Schaffung neuen Wohnraums. Die Immobilien müssen in Baden-Württemberg liegen.


Bau und Erwerb neuer Immobilien

Gefördert wird der Bau oder der Erwerb neuen, selbstgenutzten Wohnraums. Als neu gelten Immobilien innerhalb von vier Jahren nach Bezugsfertigkeit.

Für ab dem 01.01.2016 eingereichte Förderanträge gelten die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014.

Für Immobilien, die die Voraussetzungen eines Effizienzhaus-Standard nachweislich erfüllen oder für barrierefreien neuen Wohnraum können Sie eine Förderung aus der Eigentumsfinanzierung BW – Zusatzförderung erhalten.


Erwerb von gebrauchten Immobilien

Mit der Basisförderung wird auch der Erwerb einer gebrauchten Wohnimmobilie gefördert. Als gebraucht gelten Immobilien, die vor mehr als vier Jahren bezugsfertig wurden.

Neben dem Erwerb der gebrauchten Immobilie können auch erwerbsnahe Modernisierungsmaßnahmen in die Basisförderung mit einbezogen werden. Hierzu zählen bauliche Maßnahmen zur Erhöhung des Gebrauchswerts des Wohnraums sowie in diesem Zusammenhang durchzuführende Instandhaltungsmaßnahmen, ohne die der Modernisierungszweck nicht erreicht würde.

Maßnahmen zur energetischen Sanierung oder zum barrierereduzierenden Umbau der gekauften Immobilie werden mit der Eigentumsfinanzierung BW – Zusatzförderung unterstützt.


Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen

Gefördert werden Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Schaffung neuen Wohnraums in bestehenden Immobilien, zum Beispiel durch

  • Ausbau nicht genutzter Flächen (zum Beispiel Dachgeschoss)
  • Erweiterung (Anbau, Aufstockung)
  • Umwandlung von Räumen, die bisher nicht zu Wohnzwecken dienten
  • Erneuerung von nicht mehr für Wohnzwecke geeignetem, leerstehendem Wohnraum

Eine gleichzeitige Förderung des Erwerbs des umzubauenden Gebäudes ist nur im Rahmen einer separaten Förderung des Erwerbs von gebrauchten Immobilien möglich.

Welche Förderung können Sie erhalten?

Z 15-Darlehen mit Zinsverbilligung

Die Basisförderung erfolgt in Form eines langfristigen Z 15-Darlehens mit 15-jähriger Zinsbinung und 10-jähriger Zinsverbilligung. Die Darlehen der Eigentumsfinanzierung BW werden von der L-Bank direkt an die geförderten Familien vergeben.


Ergänzungsförderung für wachsende Familien

Wachsende Familien haben die Chance, gegebenenfalls eine Ergänzungsförderung in Form einer Verlängerung der Zinsverbilligung des Z 15-Darlehens zu erhalten. Eine Ergänzungsförderung wird gewährt,

  • wenn innerhalb von sechs Jahren (mindestens) ein weiteres Kind zum Haushalt dazukommt,
  • die weiteren Fördervoraussetzungen eingehalten sind und
  • das zum Zeitpunkt der Beantragung der Ergänzungsförderung geltende Landeswohnraumförderungsprogramm eine entsprechende Förderung vorsieht.

Während der Laufzeit des Programms 2015/2016 erfolgt beim ersten hinzukommenden Kind eine Verlängerung der Zinsverbilligung bis zum Ende des 13. Jahres. Bei einem danach hinzukommenden zweiten Kind wird die Verbilligung bis zum Ende des 15. Jahres (Ende der Zinsbindung) verlängert. Ab dem dritten hinzukommenden Kind wird ein Tilgungszuschuss von 4.000 Euro, bei einem vierten und jedem weiteren hinzukommenden Kind jeweils ein Tilgungszuschuss von 2.500 Euro gewährt.

Höhe der Förderung

Mit dem Z 15-Darlehen können Sie maximal die Gesamtkosten Ihres Vorhabens abzüglich der erforderlichen Eigenleistungen finanzieren. Zusätzlich gelten nachfolgend genannte Obergrenzen, die von der Art der geförderten Maßnahme, der Haushaltsgröße und dem Investitionsort abhängen.

Zu welcher Gebietskategorie Ihr Investitionsort zählt, können Sie dieser Übersicht entnehmen.


Bau und Erwerb neuer Immobilien sowie Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen

Maximale Bruttodarlehensbeträge des Z 15-Darlehens
Anzahl minder­jäh­riger
Kinder im Haus­halt
Maximale Brutto­darlehens­beträge in Euro
Gebiets­kategorie
I
II
III
1
249.500 219.500 199.500
2
299.000 269.000 249.000
3
337.500 307.500 287.500
4
365.000  335.000 315.000
5
381.500 351.500 331.500
für jedes weitere Kind
15.000 15.000 15.000

Gehören zum Haushalt mehr als zwei Erwachsene, erhöht sich das Darlehen für jeden weiteren Erwachsenen um 5.000 Euro.

Neben dem Z 15-Darlehen der Basisförderung können Sie beim Bau und Erwerb neuer Immobilien unter Umständen eine Eigentumsfinanzierung BW – Zusatzförderung erhalten.

Die Ergänzungsfinanzierung der L-Bank deckt den restlichen Finanzierungsbedarf, wenn die Angebote der Basis- und Zusatzförderung nicht ausreichen.


Erwerb von gebrauchten Immobilien

Maximale Bruttodarlehensbeträge des Z 15-Darlehens
Anzahl minder­jäh­riger
Kinder im Haus­halt
Maximale Brutto­darlehens­beträge in Euro
Gebiets­kategorie
I
II
III
1
200.000 176.000 160.000
2
239.500 215.500 199.500
3
270.000 246.000 230.000
4
292.000  268.000 252.000
5
305.500 281.500 265.500
für jedes weitere Kind
12.000 12.000 12.000

Gehören zum Haushalt mehr als zwei Erwachsene, erhöht sich das Darlehen für jeden weiteren Erwachsenen um 4.000 Euro.

Neben dem Z 15-Darlehen der Basisförderung können Sie für Modernisierungsmaßnahmen unter Umständen die Angebote der Eigentumsfinanzierung BW – Zusatzförderung nutzen.

Die Ergänzungsfinanzierung der L-Bank deckt den restlichen Finanzierungsbedarf, wenn die verbilligten Darlehen der Basis- und Zusatzförderung nicht ausreichen.

Konditionen der Z 15-Darlehen

Die aktuellen Sollzinssätze können Sie der Konditionenübersicht im Downloadbereich weiter unten auf dieser Seite entnehmen oder bei unserer Hotline (0800 150 3030) erfragen.

Die Z 15-Darlehen nach dem Landeswohnraumförderungsprogramm 2015/2016 werden grundsätzlich mit dem zum Zeitpunkt des Antragseingangs bei der Wohnraumförderstelle geltenden verbilligten Programmzinssatz zugesagt; gilt am Tag der Zusage durch die L-Bank für Neuanträge ein günstigerer verbilligter Zinssatz, so gilt dieser günstigere verbilligte Sollzinssatz. 

Der verbilligte Sollzinssatz gilt für die ersten 10 Jahre. Eine Verlängerung der Zinsverbilligung erfolgt gegebenenfalls im Rahmen der Ergänzungsförderung für wachsende Familien. Für die restliche Dauer der Zinsbindungsfrist gilt der unverbilligte Sollzinssatz, der jeweils am Tag der Zusage durch die L-Bank festgelegt wird.

Erforderliche Eigenleistungen

Die Förderung setzt eine angemessene Eigenleistung voraus. Diese beträgt grundsätzlich mindestens 25 Prozent der Gesamtkosten; bei erstrangiger Absicherung der L-Bank-Darlehen in der Regel mindestens 15 Prozent der Gesamtkosten.

Mindestens 8,5 Prozent der Gesamtkosten müssen Sie durch Eigenkapital (Spar- oder Bausparguthaben, Aktienkapital, Grundstücke) finanzieren. Der Rest kann durch handwerkliche Eigenleistungen erbracht werden.

Verfügen Sie nicht über genügend Eigenkapital, um die Mindesteigenleistungsquote von 15 Prozent zu erfüllen, und sind handwerkliche Eigenleistungen nicht möglich, kann ein Teil des möglichen Darlehens in einen Zuschuss (so genannter Direktzuschuss) umgewandelt werden. Dieser Zuschuss gilt dann als Eigenkapital zur Erfüllung der Mindestquote.

Wo und wie können Sie die Eigentumsfinanzierung BW beantragen?

Die Familien stellen den Antrag auf die Eigentumsfinanzierung BW bei der Wohnraumförderungsstelle des Landratsamtes beziehungsweise in den Stadtkreisen beim Bürgermeisteramt des Ortes, in dem sie bauen oder kaufen wollen. Die Antragsunterlagen finden Sie im Downloadbereich weiter unten auf dieser Seite.

Neben den Wohnraumförderungsstellen informieren und beraten auch zahlreiche Hausbanken die Familien. Sie unterstützen auch beim Ausfüllen der Anträge.

Die Wohnraumförderungsstellen nehmen die Anträge entgegen und prüfen, ob der Förderantrag vollständig ist und ob die Voraussetzungen für die Förderung grundsätzlich erfüllt sind. Wenn dies der Fall ist, leiten sie den Antrag an die L-Bank weiter. Die L-Bank entscheidet über die Bewilligung, wobei auch Informationen wie zum Beispiel die Schufa-Auskunft und Ihre Kreditsicherheiten berücksichtigt werden.


Bitte beachten Sie unbedingt:

Erst wenn die L-Bank oder die Wohnraumförderungsstelle Ihnen schriftlich mitgeteilt hat, dass ein Vorhabensbeginn nicht förderschädlich ist, dürfen Sie auf eigenes Risiko mit dem Vorhaben beginnen.

Als Vorhabensbeginn gilt auch der Abschluss von Verträgen über die Errichtung oder den Erwerb des zu fördernden Objektes. Aufträge ausschließlich zur Planung des Vorhabens, zum Beispiel an einen Architekten, sind nicht förderschädlich.

Kombination mit anderen Förderprogrammen

Die Eigentumsfinanzierung BW – Z 15-Darlehen kann zusammen mit anderen Förderprogrammen in die Gesamtfinanzierung eingebunden werden. Ausgeschlossen ist für dasselbe Vorhaben die Kombination mit anderen Förderprogrammen, die öffentliche Mittel des Landes Baden-Württemberg enthalten. Es gilt der Grundsatz, dass die Fördergelder aus öffentlichen Mitteln die förderfähigen Gesamtkosten des Vorhabens nicht überschreiten dürfen. Die Eigentumsfinanzierung BW zählt zu den öffentlichen Mitteln.

Ausgeschlossen ist eine Kombination mit anderen Wohnungsbau-Programmen des Landes, den Programmen der L-Bank Wohnen mit Kind Energieeffizienzfinanzierung – Bauen und Finanzierung Familienzuwachs – Optionsdarlehen neu , dem KfW-Programm Energieeffizient Bauen sowie dem KfW-Wohneigentumsprogramm.

Eigentumsfinanzierung BW – Zusatzförderung

Die Eigentumsfinanzierung BW – Zusatzförderung bietet Familien, die für ihre eigenen vier Wände im Rahmen des Landeswohnraumförderungsprogramms ein Z 15-Darlehen der Basisförderung erhalten, zusätzliche interessante Fördermöglichkeiten.

Zusatzfinanzierung – Energieeffizienz

Bitte beachten Sie:

Die hier genannten Informationen gelten für Förderungen im Rahmen des laufenden Landeswohnraumförderungsprogramms 2015/2016. Für Vorhaben, die in früheren Programmjahren (zum Beispiel Landeswohnraumförderungsprogramm 2013 oder 2014) gefördert wurden, gelten gegebenenfalls abweichende Regelungen. Nähere Informationen erhalten Sie von unserem Expertenteam unter 0800 150-3030 oder aus den jeweiligen Verwaltungsvorschriften zu den einzelnen Programmjahren.


Die Zusatzfinanzierung – Energieeffizienz richtet sich an Familien, die eine ältere Immobilie erwerben und energetisch sanieren. Der Erwerb der Immobilie wird mit der Basisförderung abgedeckt, die anschließende energetische Sanierung mit der Zusatzfinanzierung. Gefördert werden Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Bestandsimmobilien, deren Bauantrag vor dem 01.02.2002 gestellt wurde.

Die Zusatzförderung umfasst ein Darlehen aus den KfW-Kreditprogrammen Energieeffizient Sanieren – Effizienzhaus oder Energieeffizient Sanieren – Einzelmaßnahmen, jeweils mit zusätzlicher Zinsverbilligung des Landes.

Mit dem KfW-Darlehen Energieeffizient Sanieren können alle Kosten finanziert werden, die durch die energetischen Maßnahmen unmittelbar bedingt sind. Das Darlehen kann bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten betragen, maximal jedoch:

  • Sanierung zum Effizienzhaus: 100.000 Euro je Wohneinheit
  • Sanierung durch Einzelmaßnahmen: 50.000 Euro je Wohneinheit

Die Förderdarlehen werden ergänzt durch einen Tilgungszuschuss. In der Programmvariante Energieefizient Sanieren – Effizienzhaus ist dieser umso höher, je besser das erreichte Effizienzhausniveau ist.

Übersicht Höhe TZ
Art der Maßnahme
Tilgungszuschuss in Prozent des Darlehensbetrages
Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 55
27,5 %
Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 70
22,5 %
Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 85
17,5 %
Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 100
15,0 %
Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 115 / Denkmal
12,5 %
Heizungs-/Lüftungspaket 12,5 %
energetische Einzelmaßnahmen 7,5 %

Bei einer Sanierung zum Effizienzhaus und bei Durchführung energetischer Einzelmaßnahmen auf der Grundlage eines Sanierungsfahrplans wird die Darlehensförderung zusätzlich ergänzt um einen Einmalzuschuss in Höhe von 3 % der zuwendungsfähigen Kosten (bei Sanierungen zum Effizienzhaus maximal jedoch 3.000 Euro, bei Einzelmaßnahmen maximal 1.500 Euro). Der Zuschuss vermindert die für die Darlehensbemessung zuwendungsfähigen Kosten entsprechend. Er wird nach Abschluss der geförderten Maßnahme ausgezahlt.

Die aktuellen Sollzinssätze können Sie der Konditionenübersicht im Downloadbereich weiter unten auf dieser Seite entnehmen oder bei unserer Hotline (0800 150 3030) erfragen.

Die Zusatzfinanzierung – Energieeffizienz muss innerhalb von 2 Jahren nach Abschluss des schuldrechtlichen Erwerbsvertrages beantragt werden. Die geförderten Maßnahmen müssen den technischen Mindestanforderungen des KfW-Programms entsprechen und durch ein Fachunternehmen des Bauhandwerks ausgeführt werden.

Das angestrebte Energieeffizienzniveau muss von einem in der so genannten Expertenliste für die Förderprogramme des Bundes gelisteten Sachverständigen bestätigt werden. Als Nachweis dient hierzu eine so genannte Bestätigung zum Antrag, die Sie zusammen mit Ihrem Förderantrag einreichen. Nach Abschluss der Maßnahmen ist die ordnungsgemäße Durchführung im Rahmen der so genannten Bestätigung nach Durchführung nachzuweisen. Für die Erstellung der entsprechenden Bestätigungen steht den Sachverständigen eine Online-Anwendung der KfW zur Verfügung. Für alle ab dem 01.08.2015 zugesagten Darlehen ist die Verwendung der Online-Anwendung zur Erstellung der Bestätigung nach Durchführung verpflichtend! Das entsprechende Formular in Papierform wird von der L-Bank nur für vor dem 01.08.2015 zugesagte Darlehen akzeptiert. Die Online-Anwendung kann für alle Darlehen – unabhängig vom Zeitpunkt der Zusage – genutzt werden.

Für die mit der Zusatzfinanzierung – Energieeffizienz geförderte Wohneinheit ist eine Kombination mit dem KfW-Programm Energieeffizient Sanieren nicht möglich. Ebenso ist für diese Wohneinheit eine Kombination mit der Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren der L-Bank nicht möglich.

Zusatzfinanzierung – Barrierefreiheit

Bitte beachten Sie:

Die hier genannten Informationen gelten für Förderungen im Rahmen des laufenden Landeswohnraumförderungsprogramms 2015/2016. Für Vorhaben, die in früheren Programmjahren (zum Beispiel Landeswohnraumförderungsprogramm 2013 oder 2014) gefördert wurden, gelten gegebenenfalls abweichende Regelungen. Nähere Informationen erhalten Sie von unserem Expertenteam unter 0800 150-3030 oder aus den jeweiligen Verwaltungsvorschriften zu den einzelnen Programmjahren.


Die Zusatzfinanzierung – Barrierefreiheit unterstützt Familien, die eine gebrauchte Immobilie erwerben und Umbauten zum Abbau von Barrieren vornehmen. Der Erwerb der Immobilie wird mit der Basisförderung finanziert, die anschließende Barrierereduzierung mit der Zusatzförderung. Die Zusatzfinanzierung umfasst ein Darlehen aus dem KfW-Programm Altersgerecht Umbauen mit zusätzlicher Zinsverbilligung des Landes.

Mit dem KfW-Darlehen Altersgerecht Umbauen werden alle Kosten finanziert, die für die fachgerechte Ausführung der Barrierereduzierung notwendig sind (inklusive Beratungsleistungen). Gefördert werden Maßnahmen

  • zum Abbau von Barrieren in Bestandsimmobilien
  • zur Herstellung der Barrierefreiheit gemäß DIN 18040-2.

Bei Herstellung von Barrierefreiheit nach DIN 18040-2 wird die Darlehensförderung ergänzt um einen Einmalzuschuss in Höhe von 3% der zuwendungsfähigen Kosten, maximal jedoch 1.500 Euro. Der Zuschuss vermindert die für die Darlehensbemessung zuwendungsfähigen Kosten entsprechend. Er wird nach Abschluss der geförderten Maßnahme ausgezahlt.

Das Darlehen kann bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten betragen, maximal jedoch 50.000 Euro je Wohneinheit.

Die aktuellen Sollzinssätze können Sie der Konditionenübersicht im Downloadbereich weiter unten auf dieser Seite entnehmen oder bei unserer Hotline (0800 150 3030) erfragen.

Die Zusatzfinanzierung – Barrierefreiheit muss innerhalb von 2 Jahren nach Abschluss des schuldrechtlichen Erwerbsvertrages beantragt werden. Die geförderten Maßnahmen müssen den technischen Mindestanforderungen des KfW-Programms entsprechen und durch ein Fachunternehmen des Bauhandwerks ausgeführt werden. Nach Abschluss der Maßnahmen ist die ordnungsgemäße Durchführung im Rahmen der so genannten Bestätigung nach Durchführung (Vordruck 1396) nachzuweisen. Diese finden Sie im Downloadbereich weiter unten auf dieser Seite.

Für die mit der Zusatzfinanzierung – Barrierefreiheit geförderte Wohneinheit ist eine Kombination mit dem KfW-Programm Altersgerecht Umbauen nicht möglich.

Zusatzförderung bei Bau oder Erwerb neuen Wohnraums

Zusatzförderung für erhöhte Energieeffizienz

Im Rahmen der Basisförderung müssen beim Bau oder Erwerb neuer Immobilien die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 eingehalten werden. Für Immobilien, die die anspruchsvolleren Voraussetzungen eines KfW-Effizienzhauses nachweislich erfüllen, wird eine Zusatzförderung in Form eines Tilgungszuschusses gewährt. Dieser beträgt

  • für ein Effizienzhaus 70 in der Regel 2.500 Euro
  • für ein Effizienzhaus 55 in der Regel 7.500 Euro,
  • für ein Effizienzhaus 40 in der Regel 12.500 Euro,
  • für ein Effizienzhaus 40 Plus in der Regel 17.500 Euro.

Das angestrebte Energieeffizienzniveau muss von einem in der so genannten Expertenliste für die Förderprogramme des Bundes gelisteten Sachverständigen bestätigt werden. Als Nachweis dient hierzu eine so genannte Bestätigung zum Antrag, die Sie zusammen mit Ihrem Förderantrag einreichen. Nach Abschluss der Maßnahmen ist die ordnungsgemäße Durchführung im Rahmen der so genannten Bestätigung nach Durchführung nachzuweisen. Für die Erstellung der entsprechenden Bestätigungen steht den Sachverständigen eine Online-Anwendung der KfW zur Verfügung.


Zusatzförderung für barrierefreien neuen Wohnraum

Diese Zusatzförderung richtet sich an Familien, die ein neues barrierefreies Haus bauen oder kaufen. Als neu gelten Immobilien innerhalb von 4 Jahren nach Bezugsfertigkeit.

Die Zusatzförderung besteht wahlweise aus der Erhöhung der Basisförderung um bis zu 60.000 Euro oder aus einem Zuschuss. Es können nur die Mehrkosten finanziert werden, die für die Herstellung der Barrierefreiheit anfallen und nachgewiesen werden.

Den Antrag auf die Zusatzförderung stellen Sie zusammen mit dem Antrag auf Basisförderung bei den Wohnraumförderungsstellen.


Zusatzförderung für innovativen Wohnungsbau

Zusätzlich zum Bau oder Erwerb neuen Wohnraumes zur Selbstnutzung werden Vorhaben gefördert, die in einem oder mehren Aspekten von der L-Bank als innovativ anerkannt werden, zum Beispiel:

  • Kostengünstiges und nachhaltiges Bauen
  • CO2 -neutrales Bauen

Die Zusatzförderung besteht aus einem zusätzlichen Darlehen in Höhe der Mehrkosten, die für die innovative Bauausführung entstehen. Die Konditionen dieses Darlehens entsprechen denen der Basisförderung. Das Zusatzdarlehen kann maximal 25 Prozent des Bruttodarlehensbetrags der Basisförderung ausmachen. Wahlweise ist auch eine entsprechende Zuschussförderung möglich

Den Antrag stellen Sie zusammen mit dem Antrag auf Basisförderung bei den Wohnraumförderungsstellen.

Ergänzungsfinanzierung der L-Bank

Die Ergänzungsfinanzierung der L-Bank deckt den restlichen Finanzierungsbedarf, wenn die verbilligten Darlehen der Basis- und Zusatzförderung nicht ausreichen.

Bei der Ergänzungsfinanzierung handelt es sich um flexibel ausgestaltbare, langfristige Darlehen zu attraktiven Kapitalmarktkonditionen der L-Bank. Die aktuellen Sollzinssätze können Sie der Konditionenübersicht im Downloadbereich weiter unten auf dieser Seite entnehmen oder bei unserer Hotline (0800 150 3030) erfragen.

Die Ergänzungsfinanzierung beantragen Sie zusammen mit der Basisförderung über die Wohnraumförderungsstellen.

Eigentumsfinanzierung BW – Förderung für schwerbehinderte Menschen mit speziellen Wohnbedürfnissen

Das Landeswohnraumförderungsprogramm unterstützt schwerbehinderte Menschen
dabei, in ihren eigenen vier Wänden leben zu können. Mit den Darlehen der
Basisförderung können sie die Immobilie finanzieren, mit der Zusatzförderung deren
alters- und behindertengerechten Ausbau.

Detaillierte Informationen zur Förderung für schwerbehinderte Menschen mit speziellen Wohnbedürfnissen finden Sie im entsprechenden Merkblatt im Downloadbereich weiter unten auf dieser Seite.

Wer wird von uns gefördert?

Gefördert werden private Haushalte (Familien), in denen mindestens eine schwerbehinderte Person mit speziellen Wohnbedürfnissen lebt. Dies können Familien (Paare oder Alleinerziehende) mit Kindern, aber auch alleinstehende Personen oder kinderlose Paare sein.

Antragsberechtigt sind nur der oder die Eigentümer bzw. Erwerber der Immobilie, die auch in der geförderten Immobilie wohnen. Der Antragsteller selbst muss nicht schwerbehindert sein. Eine Förderung ist möglich, wenn bei einem Familienmitglied spezielle Wohnbedürfnisse infolge einer Behinderung vorliegen.

Der Haushalt darf bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten, muss aber die finanzielle Belastung aus dem Förderdarlehen auf Dauer tragen ( Belastungstabelle ) und einen Teil der Kosten mit eigenen Mitteln finanzieren können.

Bau und Erwerb neuer Immobilien

In der Basisförderung der Eigentumsfinanzierung BW – Z 15-Darlehen wird der Neubau oder der Erwerb eines neuen Wohnhauses oder einer neuen Eigentumswohnung gefördert. Als neu gelten Immobilien innerhalb von vier Jahren nach Bezugsfertigkeit.

Für ab dem 01.01.2016 eingereichte Förderanträge gelten die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014. Für Immobilien, die die anspruchsvolleren Voraussetzungen eines KfW-Effizienzhauses nachweislich erfüllen, können Sie eine Förderung aus der Eigentumsfinanzierung BW – Zusatzförderung erhalten.

Die Mehrkosten für die Herstellung der Barrierefreiheit oder für die behindertengerechte Ausgestaltung des Wohnraums sind in ebenfalls in der Eigentumsfinanzierung BW – Zusatzförderung förderfähig.

Erwerb gebrauchter Immobilien

In der Basisförderung wird der Erwerb einer Immobilie gefördert. Die Modernisierung der Immobilie zum Abbau von Barrieren oder zur Herstellung von Barrierefreiheit sowie die energetische Sanierung werden in der Zusatzförderung finanziert. Die Zusatzförderungen müssen innerhalb von zwei Jahren nach dem Erwerb beantragt werden.

Die Basisförderung erfolgt im Rahmen der Eigentumsfinanzierung BW – Z 15-Darlehen in Form eines langfristigen, zinsverbilligten Darlehens. 

Die Zusatzfinanzierung – Energieeffizienz für Maßnahmen zur energetischen Sanierung umfasst ein Darlehen aus dem KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ mit zusätzlicher Zinsverbilligung des Landes. Die Förderdarlehen werden ergänzt durch einen Tilgungszuschuss. In der Programmvariante Energieeffizient Sanieren – Effizienzhaus ist dieser umso höher, je besser das erreichte Effizienzhausniveau ist.

Die Zusatzfinanzierung – Barrierefreiheit für Maßnahmen zum Abbau von Barrieren umfasst ein Darlehen aus dem KfW-Programm Altersgerecht Umbauen mit zusätzlicher Zinsverbilligung des Landes.


Änderung und Erweiterung von vorhandenen Immobilien

Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen

Im Rahmen der Basisförderung der Eigentumsfinanzierung BW – Z 15-Darlehen werden Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Schaffung neuen Wohnraums in bestehenden Immobilien, zum Beispiel durch

  • Ausbau nicht genutzter Flächen (zum Beispiel Dachgeschoss)
  • Erweiterung (Anbau, Aufstockung)
  • Umwandlung von Räumen, die bisher nicht zu Wohnzwecken dienten
  • Erneuerung von nicht mehr für Wohnzwecke geeignetem, leerstehendem Wohnraum

gefördert.

Eine gleichzeitige Förderung des Erwerbs des umzubauenden Gebäudes ist nur im Rahmen einer separaten Förderung des Erwerbs von gebrauchten Immobilien möglich.


Die so genannte Anpassungsförderung erhalten Personen, die schon eine Immobilie besitzen und diese behindertengerecht umbauen wollen. Sie umfasst ein Darlehen aus dem KfW-Programm Altersgerecht Umbauen mit zusätzlicher Zinsverbilligung des Landes.

Kombination mit anderen Förderprogrammen

Die Förderung für Schwerbehinderte mit speziellen Wohnbedürfnissen kann zusammen mit anderen Förderprogrammen in die Gesamtfinanzierung eingebunden werden. Ausgeschlossen ist für dasselbe Vorhaben die Kombination mit anderen Förderprogrammen, die öffentliche Mittel des Landes Baden-Württemberg enthalten. Es gilt der Grundsatz, dass die Fördergelder aus öffentlichen Mitteln die förderfähigen Gesamtkosten des Vorhabens nicht überschreiten dürfen. Die Förderung selbstgenutzten Wohneigentums
zählt zu den öffentlichen Mitteln.

Ausgeschlossen ist eine Kombination der Basisförderung mit anderen Wohnungsbau-Programmen des Landes, den Programmen der L-Bank Wohnen mit Kind Energieeffizienzfinanzierung – Bauen und Finanzierung Familienzuwachs – Optionsdarlehen neu , dem KfW-Wohneigentumsprogramm sowie dem KfW-Programm Energieeffizient Bauen.

In der Zusatzförderung für gebrauchte Immobilien ist für die energetische Sanierung der geförderten Wohneinheit eine Kombination mit den KfW-Programmen Energieeffizient Sanieren und dem L-Bank-Programm Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren ausgeschlossen.

Ebenso ist für den altersgerechten Umbau der geförderten Wohneinheit eine Kombination der Zusatzförderung mit dem KfW-Programm Altersgerecht Umbauen nicht zulässig.

Downloadbereich

Die wichtigsten Informationen zu den Fördermöglichkeiten der Landeswohnraumförderung für selbstgenutzten Wohnraum finden Sie in den drei Merkblättern, die Sie hier herunterladen können. Daneben finden Sie hier auch die aktuellen Konditionen zu den Angeboten der Eigentumsfinanzierung BW.

Den vollständigen Wortlaut des Landeswohnraumförderungsprogramms 2015/2016 können Sie in der entsprechenden Verwaltungsvorschrift nachlesen, veröffentlicht im Gemeinsamen Amtsblatt von Baden-Württemberg.

Download aktuelle Konditionenübersicht

Download Antragsvordrucke